Suchmaschinenoptimierung – Eine Schritt-für-Schritt Anleitung

Suchmaschinenoptimierung ist die Optimierung von Inhalten einer Website mit dem Ziel, in der organischen Suche bei Google besser gefunden zu werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Klicks und damit der erhöhte Traffic sind, im Gegensatz zu bezahlten Anzeigen, die pro Klick bezahlt werden müssen, kostenlos.

Aber wie optimiert man seinen Inhalt für SEO und was sind die Rankingfaktoren, die wirklich zählen? Um das zu beantworten müssen wir zuerst verstehen, wie Suchmaschinen funktionieren.

Wie Suchmaschinen funktionieren

Suchmaschinen sind die Bibliotheken des digitalen Zeitalters. Sie lagern aber keine Bücher ein, sondern Kopien von Websites mit all deren Inhalten. Die Suchmaschine durchsucht dabei nicht das gesamte World Wide Web, sondern nur ein Abbild dessen. Dieses Abbild wird als Index bezeichnet. Man kann sich den Suchmaschinen Index wie ein Inhaltsverzeichnis eines Buches vorstellen, in dem die Inhalte der Websites gesammelt, analysiert und kategorisiert werden. Die Inhalte werden im Index also gut vorsortiert, sodass die Suchmaschine schneller passende Ergebnisse bei der Eingabe in der Suchmaske von (zum Beispiel) Google findet und dem Nutzer bereitstellen kann.

Eine Suchmaschine führt diese 3 Prozesse durch:

  • Auffinden und Erfassen von Websites
  • Sortierung der Websites und Einordnung in den Google Index
  • Informationsbereitstellung und Gewichtung der Ergebnisse

Wie werden Websites erfasst und wie entsteht der Index? Die Suchmaschine setzt dafür zunächst sogenannte Crawler (auch Robots, Searchbots oder Spider genannt) ein. Crawler sind Systeme aus Soft- und Hardware, die regelmäßig das Internet durchsuchen und Informationen sammeln und auf Servern speichern. Crawler durchsuchen Webseiten systematisch, indem sie Verlinkungen und die Struktur der Seite nutzen. Aus den Daten der Suchmaschinen-Crawler wird dann der Index erstellt.

Wird nun eine Suchanfrage gestellt, wird der gesuchte Begriff, das Keyword, mit dem Index abgeglichen. Ein Algorithmus entscheidet dann anhand vieler verschiedener Kriterien, wie die Ergebnisse gewichtet und schließlich für den Nutzer sichtbar angezeigt werden. Das für den Algorithmus relevanteste Ergebnis landet auf Platz 1 bei Google und Co. Ein Kriterium für die Gewichtung des Rankings sind zum Beispiel die Anzahl und Qualität der Links, die auf eine Website verweisen. 

Neben den organischen Suchergebnissen, die durch das Ranking von Google und Co. zustande kommen, werden Nutzern häufig auch je nach Suchanfrage Werbeanzeigen ausgespielt. Diese Ergebnisse stehen über den organischen Treffern und sind mit dem Wort Anzeige gekennzeichnet. Es handelt sich dabei also um bezahlten und damit um nichtorganische Suchergebnisse.Für manche Suchanfragen wird bei Google auch der sogenannte Knowledge Graph angezeigt, der den Nutzern viele hilfreiche Informationen auf einen Blick anzeigt. 

Suchmaschinen entwickeln sich ständig weiter und verbessern ihren Algorithmus, sodass sich das Ranking innerhalb der Suchergebnisseiten (SERPs) stetig verändern kann. Dabei gibt zum Beispiel Google wenig über die Rankingfaktoren und damit die Kategorisierung der Ergebnisse durch den Algorithmus preis. Anhand von Erfahrungswerten und Teilinformationen von Google können aber verschiedene SEO Kriterien festgemacht werden. Mit Hilfe der Suchmaschinenoptimierung kann dann mit Hilfe unterschiedlicher Maßnahmen, das Ranking einer Website verbessert werden und die Sichtbarkeit eines Unternehmens steigen.

Die wichtigsten SEO-Maßnahmen für die Praxis

Nachdem wir oben die goldenen SEO-Regeln kurz und knapp aufgelistet haben, geht es jetzt ein bisschen mehr ins Detail. Was kann man konkret tun, um eine Website für Suchmaschinen wie Google zu optimieren und bessere Rankings zu erzielen?

Maßnahme 1: übersichtliche Seitenstruktur schaffen

Nutzer möchten, wenn sie auf eine Website klicken, schnell das finden, wonach Sie suchen. Dafür ist eine gute Seitenstruktur ein Muss. Aber nicht nur der Nutzer freut sich über eine übersichtliche Seitenstruktur – auch die Crawler der Suchmaschine profitieren davon, denn sie können die Seite besser verstehen und damit leichter indizieren. Der Inhalt einer Website sollte dabei immer sinnvoll gegliedert sein. Das bedeutet: die hierarchische Gliederung einer Website zu erreichen.

Tipp: Achte von Anfang an darauf, deine Seite sinnvoll zu strukturieren. So ersparst Du Dir eine menge Aufwand im Nachhinein.

Achte auf folgende Details:

  • Jede Unterseite sollte mit 3-4 Klicks erreicht werden können, um die Navigation zu vereinfachen.
  • Die wichtigsten Seiten sollten von der Startseite aus verlinkt werden.
  • Textlinks für die interne Verlinkung der Seiten verwenden: Diese sollten sprechend sein und präzise und knapp kommunizieren, worum es auf der verlinkten Seite geht.
  • Es sollte eine klare Hierarchie eingehalten werden: dabei sind mehr als 3 Ebenen nicht zu empfehlen.

Maßnahme 2: sprechende URLs verwenden

Verwende saubere bzw. sprechende URLs, die klar ausdrücken, worum es auf der Zielseite geht. So erhält der User eine Orientierung und weiß genau, was ihn auf der Seite erwartet. Dafür sollten die URLs möglichst kurz und prägnant sein und das Hauptkeyword der jeweiligen Unterseite enthalten. 

Vermieden werden sollten in jedem Fall kryptische Links, die nichts über den Inhalt der Seite aussagen und dem Leser und der Suchmaschine keinerlei Orientierung bieten.

Gut zu wissen: Sonderzeichen, Leerzeichen und Umlaute sollten in der URL vermieden werden. Wörter mit Umlaut sollten entsprechend mit ae, oe oder ue verschriftlicht werden. Mehrere Wörter können mit Bindestrich getrennt werden. 

Maßnahme 3: wichtige technische Faktoren optimieren

Dazu gehören allen voran die Optimierung der Seitenladezeit (PageSpeed) und die Sicherstellung der Mobilfreundlichkeit der Seiten. 

Ladezeiten der Seite optimieren

Warum ist die Ladezeit so wichtig? Zum einen wurde der PageSpeed als offizieller Rankingfaktor von Google bestätigt und zum anderen verschlechtern sich die Nutzerdaten extrem, wenn die Seite zu lange lädt. Das kennst Du sicher aus eigener Erfahrung: Klickst Du auf eine Seite und es dauert gefühlt ewig (auch wenn es nur wenige Sekunden zu viel sind) bis die Seite lädt, schließt Du diese genervt und klickst ein anderes Ergebnis an. Der Alptraum für jeden Webseitenbetreiber! 

Für die Optimierung der Ladezeit eignet sich zum Beispiel für eine erste Übersicht das Tool PageSpeed Insights von Google. Hier siehst Du auf einen Blick, was Du für eine schnellere Ladezeit tun kannst.

Folgende Dinge sind allgemein wichtig:

  • nur CSS-Stylesheet verwenden
  • CSS-Sprites benutzen
  • alle Bilder optimieren und moderne Bildformate bereitstellen
  • serverseitiges Caching (Server-Side-Rendering) nutzen
  • Ressourcen beseitigen, die das Rendering der Seite blockieren
  • Gzip oder Brotli Komprimierung nutzen
  • Content Delivery Network (CDN) nutzen

Mobile Optimierung

Google unterscheidet nicht mehr zwischen Desktop-Index und Mobile-Index und geht den Weg zu „Mobile First“. Deshalb ist eine Optimierung der Seite für Mobilgeräte enorm wichtig, damit die Inhalte der Seite auch mobil richtig angezeigt werden. Mit dem MobileFriendly Tool von Google kannst Du testen, wie es um die Mobilfreundlichkeit Deiner Seite bestellt ist.

Das ist für die mobile Optimierung wichtig

  • schnelle Ladezeit
  • gut lesbare Schriftgröße und -farbe
  • leichte Bedienbarkeit auch für große Hände

Maßnahme 4: Google Snippet optimieren

Da sogenannte Google Snippet besteht aus dem Titel und der Meta-Description und ist das Erste, was der User von Deiner Website sieht.

Das Snippet entscheidet mit darüber, ob ein Nutzer auf Deine Seite klickt. Deshalb sollten im Title und der Meta-Description alle wichtigen Informationen zu dem Inhalt auf der Zielseite enthalten sein, ohne langweilig zu klingen. Hinterlegst Du keine Daten, erstellt Google Titel und Beschreibung aus den Informationen auf Deiner Seite selbst. Mit dem Ergebnis, dass solche Snippets nicht wirklich spannend sind und zum Beispiel auch keine direkte Ansprache an den Kunden oder ins Auge fallende Sonderzeichen wie hier im Beispiel enthalten. 

Der oben stehende Title (in Blau und größerer Schrift) im Screenshot oben und die darauf folgende Description sollten beide das Haupt-Keyword Deines Textes enthalten. Die wichtigste Funktion der Textteile ist es, das Interesse der potenziellen Kunden zu wecken, ohne dabei falsche Versprechungen zu machen, denn finden Nutzer nicht die im Snippet versprochenen Informationen, verlassen sie Deine Website ganz schnell wieder.

Was macht einen guten Meta-Title aus?

  • Der Title sollte nicht mehr als etwa 70 Zeichen lang sein.
  • Das wichtigste Keyword sollte möglichst weit vorne stehen.
  • Der Title fasst den Inhalt der Website prägnant zusammen und animiert den User zum Klicken.

Es gibt allerdings nicht das eine Erfolgsrezept für gute Meta-Angaben. Hier heißt es ausprobieren, was am besten funktioniert. Es kann zum Beispiel Sinn machen, sich das Snippet der Mitbewerber anzuschauen und dann die eigenen Angaben so anzupassen, dass sie aus der Masse herausstechen, zum Beispiel durch Sonderzeichen oder bestimmte Symbole. Manchmal ist es aber auch genau anders herum und der Text performt mit zu der Konkurrenz ähnlichen Meta-Angaben besser.

Wie sieht eine gute Meta-Description aus?

  • Die Meta-Description sollte mindestens 80, aber nicht mehr als 150 Zeichen haben, weil Google den Text sonst unschön abschneidet.
  • Auch hier darf das Keyword wieder weit am Anfang stehen. Es wird dann, wie oben im Beispiel, fett angezeigt.
  • Versuchen Sie den Leser anzusprechen und die wichtigsten Informationen prägnant auf den Punkt zu bringen, ohne langweilig zu wirken.
  • Nutzen Sie Sonderzeichen wie Häkchen, Emojis oder Pfeile, um Aufmerksamkeit zu erregen. Aber Achtung: Sonderzeichen sollten zum Thema passen, sonst wirkt die Beschreibung schnell unseriös.

Maßnahme 5: Keyword-Recherche und -Strategie

Die Keyword-Recherche und die Strategie dahinter ist die Grundlage für die SEO-Texte Deiner Website. Hier entscheidest Du, zu welchen Suchbegriffen und Suchbegriffskombinationen Du bei Suchmaschinen wie Google gefunden werden möchtest. Es reicht dabei aber nicht aus, einfache naheliegende Keywords zu wählen, denn die Suchbegriffe sollen ja zu dem passen, wonach Deine Zielgruppe wirklich sucht. 

Wichtig ist also, dass Du die richtigen Keywords wählst, nach denen Deine Kunden suchen und die thematisch in irgendeiner Weise zu den angebotenen Produkten oder Dienstleistungen passen. User erwarten je nach Suchanfrage unterschiedliche Inhalte. Wird zum Beispiel das Keyword “weiße Sneaker pflegen” eingegeben, wünschen sich Nutzer höchstwahrscheinlich einen Ratgeberartikel, der ihnen erklärt, wie weiße Sneaker richtig gepflegt werden.

Man unterscheidet zwischen folgenden Keyword-Arten:

  • Informational Keywords: Suchbegriffe wie “was ist Online Marketing” gehören zu dieser Kategorie. User befinden sich in der Regel am Beginn eines Kaufprozesses und wünschen sich Informationen zu einem bestimmten Thema. Die Kaufintention steht hier zwar im Hintergrund, trotzdem kann man Nutzer mit guten Ratgeberinhalten für die eigene Marke begeistern und Aufmerksamkeit gewinnen.
  • Commercial Keywords: Bei Suchbegriffe mit klarer Kaufabsicht wie “Sportschuhe” aber auch “beste SEO Agentur” sucht der Nutzer nach spezifischen Informationen zu einem Produkt oder einem Angebot, das er vorhat zu kaufen.
  • Navigational Keywords: Hier wird in der Regel nach einem ProDukt einer bestimmten Marke oder nach Angeboten eines bestimmten Unternehmens gesucht. Welche Art von Content der Nutzer sucht, hängt ganz von dem ProDukt oder dem spezifischen Angebot ab.
  • Transactional Keywords: Bei solchen Keywords weiß der User, was er kaufen möchte und will mit seiner Suchanfrage zum Beispiel verschiedene Angebote vergleichen oder den passenden Online-Shop für ein Produkt finden. Keywords können beispielsweise “Sneaker online kaufen” oder “günstiger Friseur in Dortmund” sein. Hier geht es darum, die Produkte oder Dienstleistungen aus der Suchanfrage ansprechend für den Kunden zu präsentieren und Lust auf einen Kauf zu machen.

Maßnahme 6: Content mit Mehrwert erstellen

Wichtig für SEO ist immer auch der Nutzer. Es geht heute nicht mehr nur darum, Texte entsprechend der Richtlinien von Google zu schreiben. Die Inhalte müssen vor allem den Nutzern gefallen und ihnen einen Mehrwert bieten. Gefallen die Inhalte dem Nutzer, wird die Seite öfter angeklickt und das gefällt auch Google und wird oft mit besseren Rankings belohnt.

So sieht guter Content aus:

  • Die Inhalte Deiner Seite sind einzigartig und keine Kopien von Mitbewerbern. Natürlich darfst Du Dich inspirieren lassen, aber Du solltest immer Deinen ganz eigenen Zugang zu einem Thema finden.
  • Der Text trifft die jeweilige Suchintention und ist nie rein werbend. Der Mehrwert steht bei guten Texten immer an erster Stelle. Die Suchintention wird dabei ganzheitlich abgedeckt und bietet richtige und gut recherchierte Informationen.
  • Der Text überzeugt mit einer übersichtlichen Struktur, damit sich der Leser leicht orientieren kann und schnell das findet, wonach er sucht.
  • Der verwendete Sprachstil passt zum Unternehmen und der Zielgruppe.
  • Mit Bildern, Grafiken, Hervorhebungen, Listen usw. wird der Text aufgelockert und noch informativer und ansprechender gestaltet.

Maßnahme 7: Überschriften optimieren

Eine gute, hierarchisch gegliederte Überschriftenstruktur bietet dem Leser eine gute Orientierung, sodass er sich im Text leicht zurechtfindet. Wird ein Inhaltsverzeichnis genutzt, ist die Überschriftenstruktur die Grundlage dafür. 

Es gibt in einem Text genau eine h1 Überschrift. Diese sollte das Haupt-Keyword enthalten und die Aufmerksamkeit und das Interesse des Lesers wecken. Die h1 kann auch als Headline des Textes angesehen werden.

Nach der h1 folgt die h2, die thematisch weniger relevant ist. Mit dieser Überschrift können zum Beispiel weitere relevante Keywords einfließen, die für die Suchanfrage ebenfalls relevant sind. So geht die Gliederung theoretisch bis zur h6 weiter. Häufig reicht es aber aus, eine h3 als letzte Ebene zu nehmen. 

Hier eine Verdeutlichung der Überschriftenstruktur:

  • Titel des Dokuments: h1
  • Abschnitt 1: h2
    • Abschnitt 1.1: h3
    • Abschnitt 1.2: h3
  • Abschnitt 2: h2
    • Abschnitt 2.1: h3
      • Abschnitt 2.1.1: h4
und so weiter…!

Hast Du eine übersichtliche Überschriftenstruktur geschaffen, geht es natürlich auch darum, möglichst prägnante und interessante Überschriften zu wählen, die den Kunden zum Lesen animieren. Achte immer darauf, dass die Wortwahl zum Unternehmen und der Zielgruppe passt und wähle Überschriften, die den folgenden Inhalt anteasern und Interesse wecken.

Maßnahme 8: Bildoptimierung

Dass Bilder in fast jeden Text gehören und diesen anschaulicher und besser lesbar machen, ist klar! Wenn also Bilder verwendet werden, ist es aber entscheidend für SEO, dass diese für die Website optimiert werden.

Die wichtigsten Optimierungsmaßnahmen für Bilder:

  • Der Name des verwendeten Bildes sollte immer zu einem sinnvollen geändert werden. Dabei sollten Leerzeichen und kryptische Bezeichnungen unbedingt vermieden werden. Der Titel sollte das Bild möglichst genau beschreiben und kann auch das Haupt-Keyword enthalten.
  • Füge einen Alt-Tag ein. Dieser ist zum einen für sehbehinderte Menschen wichtig, Voicebrowser lesen nämlich den Inhalt des Bildes damit vor. Außerdem ist es wichtig, falls ein Bild mal nicht angezeigt ist, denn es kann trotzdem etwas ausgespielt werden.
  • Die Dateigröße sollte 300 KB nicht überschreiten, da sonst die Ladezeiten zu lang werden können und Nutzer abspringen.
  • Optimiere Bilder auch für die mobile Ansicht.

Das sogenannte Bilder-SEO, bei dem es vor allem darum geht, Bilder so zu optimieren, dass sie weit oben in der Google Bildersuche ranken, ist aber nicht für alle Branchen gleich relevant. Aber nicht nur für die Bildersuche, auch für die Textsuche können optimierte Bilder einen positiven Effekt haben. Nutzt Du zum Beispiel überwiegend Stock-Fotos oder Screenshots auf Deiner Seite, die nicht unique sind und die nicht gefunden werden sollen, sollte Dein Fokus vermehrt auf klassischem SEO liegen. Natürlich solltest Du die Bilder auf Deiner Website aber trotzdem richtig benennen und auf die passende Dateigröße achten. Bilder machen sich an sinnvollen Stellen im Text immer gut, denn sie veranschaulichen den Inhalt und können den Text auflockern.

SEO vs. SEA – wo liegt der Unterschied und wann nutze ich was?

Die Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO, haben wir jetzt kennengelernt. Es geht dabei um die Verbesserung der Rankings in den organischen, also unbezahlten Suchergebnissen von Google und Co. Was hat es aber mit SEA auf sich und wo liegt überhaupt der Unterschied zwischen beiden Strategien?

SEA steht für Search Engine Advertising, was auf Deutsch mit Suchmaschinenwerbung übersetzt werden kann. Die Maßnahmen, die im Rahmen von SEA durchgeführt werden, zielen auf die bezahlten Anzeigen in den Suchergebnissen ab. 

Die bezahlten Suchergebnisse sind durch das Wort Anzeige gekennzeichnet und stehen über den organischen Ergebnissen.

Aber wann nutze ich SEO und wann ist vielleicht die Suchmaschinenwerbung sinnvoll? 

SEO zielt auf langfristige und nachhaltige Erfolge ab, denn es geht darum, eine Website auf lange Sicht möglichst gut in den Suchergebnissen zu platzieren. Dafür ist besonders am Anfang viel Arbeit nötig, denn es müssen die oben stehenden Maßnahmen umgesetzt werden. Außerdem schläft die Konkurrenz in der Regel nicht, sodass eine Website immer weiter optimiert werden kann und muss. 

Der große Vorteil: Wenn es eine Seite erst einmal nach ganz oben in die Suchergebnisse geschafft hat, kommen fast automatisch mehr Kunden auf die Seite, denn Nutzer klicken in der Regel auf das erste Ergebnis, unten stehende Ergebnisse werden deutlich weniger angeklickt.

Im Vergleich dazu ist SEA auf kurzfristige Sichtbarkeit angelegt, denn für die geschalteten Anzeigen bei Google zahlt man regelmäßig und dauerhaft. Möchten man eine Aktion bewerben oder seine Marke bekannter machen, ist die Suchmaschinenwerbung aber ideal. Mit den Anzeigen kann sehr genau eine spezifische Zielgruppe angesteuert werden und man rankt nur zu den Keywords, die man ausgewählt hat. Durch Targeting und die Auswahl der richtigen Keywords können so qualitative Leads generiert werden.

Bekannte SEO Tools

Die besten kostenlosen SEO-Tools für die Praxis

Es gibt so viele verschiedene SEO-Tools, die die Optimierung bestimmter SEO-Maßnahmen enorm erleichtern können. Einige davon sind extrem teuer, sind dafür aber auch echte Allrounder und decken verschiedene wichtige Bereiche ab. 

Genauso gibt es aber auch zahlreiche kostenlose SEO-Tools, die wirklich sinnvoll sind. Die besten stellen wir Dir jetzt, geordnet nach den verschiedenen Einsatzbereichen, vor.

Tools für die Keyword-Recherche

AdWords Keyword Planner: Mit diesem Tool kannst Du eine gute Keyword-Analyse durchführen. Dafür gibst Du einfach einen ersten passenden Suchbegriff in die Suchfunktion ein und erhältst dann eine Liste mit passenden Keyword-Ideen inklusive des Suchvolumens, der ungefähren Einschätzung des Wettbewerbs und weiteren wichtigen Werten wie zum Beispiel die Kosten für die CPCs. Die Keyword-Ideen bieten eine gute Grundlage für die Keyword-Recherche. Du findest hier sicher passende Ideen für neue Website-Themen. Natürlich solltest Du die Keywords dann noch nach der Relevanz für Deine Zielgruppe bewerten.

Ubersuggest: Ob für SEA, SEO oder Deine Content-Marketing-Kampagne – das Tool von Online Marketing Experte Neil Patel ist eine gute Alternative zum Keyword-Planer von Google, denn es spuckt auch Keywords aus, die der Keyword-Planer nicht findet. Außerdem bietet es weitere wichtige Insights, wie zum Beispiel eine Übersicht über die zu einem bestimmten Keyword rankenden Seiten und eine geschätzte SEO-Difficulty. Hier gehts zu Ubersuggest.

Answer the Public: Du gibst ein Keyword in die Suchmaske ein und erhältst dann wichtige Fragen, die zu diesem Keyword gestellt werden. Das Tool verbindet also den eingegebenen Suchbegriff mit häufig gestellten Fragen dazu – und das in einer grafisch aufbereiteten Optik und nach Fragewort geclustert. Du erfährst mit Answer the Public, was Nutzer rund um Dein Keyword wirklich interessiert und weißt gleichzeitig, welche Themen und Fragen Du mit Deinen Inhalten abdecken solltest. Die Zugriffe sind pro Tag auf eine gewisse Anzahl begrenzt.

Tools für die Content Optimierung

WDFIDF-Tool: Hier kannst Du ein ausgewähltes Keyword und eine Vergleichs-URL eingeben. Das Tool vergleicht dann unterschiedliche Webseiten und Domains, die für auf das von Dir eingegebenen Keyword optimiert sind. Angezeigt werden Terme und Begriffe, die häufig in den Texten der Seiten vorkommen. Du erhältst dann Empfehlungen zu weiteren Keywords, die Du noch einbauen kannst, um besser zu ranken. Außerdem kannst Du Deinen erstellten Text über den Textassistenten des Tools direkt testen. Die Zugriffe sind pro Tag auf eine gewisse Anzahl begrenzt.

LanguageTool: Für die Textkorrektur ist dieses kostenlose SEO-Tool wirklich zu empfehlen. Es können Texte bis zu 20.000 Zeichen in das Tool eingefügt und geprüft werden. Hast Du den Text eingefügt, zeigt Dir das Tool mit farbigen Markierungen an, wo eventuell Rechtschreib- und Grammatikfehler auftauchen oder auch wo Satzzeichen fehlen oder falsch gesetzt wurden. Auch der Stil wird manchmal angemarkert, zum Beispiel wenn Du im Text das Du klein schreibst, obwohl Du es vorher immer groß geschrieben hast. 

Textanalyse-Tool: Passt der Text grammatikalisch und sind keine Rechtschreibfehler mehr enthalten, kannst Du mit diesem Tool Deine Inhalte zum Beispiel auf Verständlichkeit, die Keyworddichte und die Wortlänge überprüfen. Das Tool (Screenshot unten) zeigt Dir genau an, wo Verbesserungspotenziale liegen, die Du dann verbessern kannst.

Copyscape: Mit diesem praktischen Helfer lässt sich Duplicate Content ganz einfach aufspüren. Das Tool zeigt Dir genau, welche Domain den gleichen Content wie Du online gestellt hat. Man braucht dafür nur die Adresse zum Originaltext eingeben und schon gibt Copyscape eine Liste mit Websites aus, die Duplikate des Originaltextes enthalten.

Tools für die OnPage Analyse

Seorch: Neben wichtigen OnPage SEO Faktoren wie korrekten Metadaten und der internen Verlinkung werden bei Seorch auch weitere interessante Werte wie die Anzahl von Backlinks und semantische Faktoren wie unter anderem die Lesbarkeit und die Hierarchie der Überschriften angegeben.

Google Search Console: Hier findest Du zahlreiche wichtige Kennzahlen, Statistiken und übersichtlich aufbereitete Daten, die Dir die OnPage Analyse erleichtern und die Du für eine Optimierung der OnPage Faktoren nutzen kannst.

Browseo: Mit diesem SEO-Browser siehst Du, wie der Google-Bot Deine Seite sieht – nämlich ziemlich nackt und ohne Styles. Bei Browseo kannst Du wichtige OnPage Faktoren überprüfen und siehst zum Beispiel die Struktur der Seite, die internen und externen Verlinkungen und die Metadaten.

Pagespeed Insights: Wie steht es um die Ladezeiten Deiner Seite? Das kannst Du mit Pagespeed Insights ganz einfach testen. Gib dafür die betreffende URL in die Suchmaske ein und das Tool zeigt Dir in grafischer schön aufbereiteter Weise die Seitengeschwindigkeit sowohl für Desktop und Mobile.

SISTRIX Smart: Mit der kostenlosen Variante des Tools von Sistrix kannst Du als Nutzer ein kostenloses Projekt anlegen, also eine Website kostenlos überwachen. Das Tool bietet außerdem die Möglichkeit zur Verbindung mit dem eigenen Google Search Console Account. Smart ist ideal für Einsteiger geeignet und bietet eine übersichtliche Benutzeroberfläche. Der OnPage Check Deiner Website zeigt Dir zum Beispiel Deine Überschriftenstruktur, ob Deine Meta-Angaben stimmen und fehlende Alt-Attribute.

Screaming Frog SEO Spider: Mit dem Website-Crawler, mit dem bis zu 500 URLs kostenlos gecrawlt werden können, siehst Du die wichtigsten Onsite-Elemente Deiner Seite auf einen Blick. Von Title-Tag über die Länge der Überschriften bis zur internen und externen Verlinkung kann man mit dem Tool viele wichtige OnPage Faktoren prüfen. Dieses mächtige Tool ist ein Must-Have für jeden SEO.

Tools für die Backlinkanalyse

OpenLink Profiler: Das Analysetool bietet eine Live-Übersicht über die 200.000 frischesten Backlinks Deiner Website. Außerdem werden weitere Daten in einer sehr übersichtlichen Ansicht bereitgestellt. Dabei stehen zahlreiche Filtermöglichkeiten zur Verfügung wie zum Beispiel nofollow Links. Du erhältst Auskunft über die Qualität der Links auf Deiner Website, deren Ankertexte und vielem vielem mehr. Die Bedienung ist benutzerfreundlich und selbsterklärend.

Broken Link Checker: Dieses kostenlose Plugin für WordPress identifiziert automatisch fehlerhafte Links auf Deiner Website. Es prüft die Funktion jedes einzelnen Links auf Deinen Seiten, Beiträge, Bookmarks und anderen Inhalten. Werden fehlerhafte Links gefunden, bekommst Du diese angezeigt und kannst dann die betreffenden Links bearbeiten.

Fazit: Es gibt zahlreiche kostenlose SEO-Tools, die Dir wirklich weiterhelfen und Dich bei der Optimierung Deiner Seite und Deiner Inhalte unterstützen. Für einen ersten Check oder den Einstieg in die SEO-Thematik sind die vorgestellten Tools gut geeignet. Besonders für große Seiten oder wenn Du Dir ein umfangreiches Tool wünscht, das viele SEO-Bereiche auf einer Oberfläche abbildet, sind die kostenpflichtigen Tools aber manchmal die bessere Alternative.

Hosting von SEO Websites

Fünf goldene Regeln für eine hochwertige Suchmaschinenoptimierung
1. Zielgruppenanalyse
Zunächst muss eine gründliche Recherche über die Zielgruppe erfolgen, damit die SEO-Maßnahmen passend abgestimmt werden können. Hierfür können verschiedene Tools verwendet werden. Von Google selbst gibt es eine Vielzahl von Tools, aber auch über soziale Medien kann viel Wissen über die Zielgruppe erlangt werden. Die Zielgruppenanalyse ist mit einem hohen Zeitaufwand verbunden, ist aber von hoher Bedeutung.
2. Wahl der richtigen Keywords
Nach einer intensiven Recherche sollte ein Hauptkeyword und passende Nebenkeywords bestimmt werden. Hierbei spielt die Suchintention der Nutzer eine große Rolle. Die Keyworddichte im Text darf höchstens 2-3% betragen. Mit Hilfe der WDF*IDF Formel kann die Keyworddichte übrigens berechnet werden. Mit Hilfe von verschiedensten Tools werden die passenden Keywords ermittelt.
3. Einzigartiger Content
Dieser hat großen Einfluss auf das Ranking der Website, da Suchmaschinen den Content bewerten. Wird der Content für gut befunden, steigt das Platzierung. Guter Content sollte Emotionen wecken, informativ sein, die Sinne ansprechen, eine Geschichte erzählen und vor allem einen Mehrwert bieten. Die Struktur des Textes, das Verwenden von stilistischen Mitteln, ordentliche Rechtschreibung und der Satzbau beeinflussen die Leserfreundlichkeit des Textes.
4. Meta-Title und Meta-Description
Das erste, was ein Nutzer sieht sobald er eine Suchanfrage stellt, ist der Meta-Title und die Meta-Description. Diese sollten den Nutzer sofort ansprechen, damit er sich dafür entscheidet auf die Website zu klicken. Hierbei muss beachtet werden, dass die Meta-Angaben eine Begrenzung an zu verwendeten Zeichen hat.
5. Webseitenoptimierung
Diese geht weit über das Verwenden von hochwertigem Content hinaus. Heutzutage ist es unglaublich wichtig, dass die Webseite mobile friendly ist, da Nutzer oft spontan und willkürlich im Internet surfen. Die Ladezeit der Webseite ist ein bedeutender Faktor, ob der Kunde auf der Webseite verweilt oder lieber woanders schaut. Es sollten zudem passende URLs gewählt werden, damit der Nutzer auf den ersten Blick sieht, was ihn auf der Seite erwartet.

SEO selbst in die Hand nehmen oder Agentur beauftragen?

Suchmaschinenoptimierung kostet Zeit und manchmal auch Nerven. Es ist ein breites Know-how nötig, um alle SEO Maßnahmen richtig und vor allem zügig umsetzen zu können. Auf die Ergebnisse der Suchmaschinenoptimierung wartet man schon mal mehrere Monate, in denen man aber nicht abwarten und Tee trinken kann, sondern immer weiter optimiert und nach neuen Potenzialen schaut. Das setzt Ressourcen voraus, sowohl was die Arbeitszeit als auch das Budget angeht. 

Allein für die Erstellung von einem guten Text für deine Landingpage, der Deine Zielgruppe anspricht und auch Google gefällt, geht schon mal ein ganzer Arbeitstag drauf. Dazu kommt der Backlinkaufbau, indem man zum Beispiel nach passenden Kontakten für einen Gastartikel sucht. Und die Umsetzung technischer SEO-Maßnahmen. Und und und…

Wenn Du über genügend Ressourcen und Know-how verfügst, kannst Du Dich selbst an SEO wagen. Wenn Du unsicher bist und Dir Unterstützung wünscht, stehen wir von Optimerch Dir gerne zur Seite. In einer kostenlosen und unverbindlichen Erstberatung analysieren wir Deine Website und besprechen mit Dir die Möglichkeiten. Gerne erstellen wir Dir dann ein individuelles Angebot zum fairen Preis. Kontaktiere uns unverbindlich und lerne unsere Digitalagentur persönlich kennen.

Häufig gestellte Fragen rund um SEO
Die Kurzbezeichnung SEO steht für Search Engine Optimization (Suchmaschinenoptimierung) und ist ein Teilbereich des Online Marketings. SEO bezeichnet die Maßnahmen, bei der Änderungen an Inhalt, Technik und Usability der Website vorgenommen werden, um bessere Rankings in Suchmaschinen zu erzielen und beizubehalten. Grundsätzlich ist SEO in zwei Bereiche geteilt: OnPage und OffPage Optimierung.
Im Prinzip gibt es mehrere Abrechnungsmodelle, die SEO Agenturen verwenden: Fixe Abrechnung, performancebasierte Abrechnung oder die Abrechnung auf Stundenbasis. Der Stundensatz liegt in der Regel bei 90 Euro. SEO Kosten sind allerdings abhängig von sehr vielen Faktoren, wie zum Beispiel der Ausgangssituation der Website und von den Zielen, die erreicht werden sollen. Je nach Aufwand ist mit Preisen ab 1.000 Euro im Monat zu rechnen. Erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung, die nachhaltig ist, kann sich über die Jahre auszahlen.

Der erste Einstieg in die Suchergebnisse dauert in der Regel nicht lange. Doch leider gibt es keine eindeutige Antwort darauf, wann die Top Platzierung auf der ersten Seite erreicht werden kann. Dies ist nämlich abhängig davon, wie stark Ihre Mitbewerber in der Branche sind und wie die Historie und Position der aktuellen Website ist. Außerdem sollten Sie wissen, dass es auf die Größe des Projektes sowie das Suchvolumen der ausgewählten Keywords ankommt. Bei guter, nachhaltiger Suchmaschinenoptimierung dauert es einige Zeit, bis echte Ergebnisse sichtbar sind. Wir sagen aus Erfahrung, dass die ersten Ergebnisse ab dem 6. Monat zu erwarten sind. Mit unserem Control Center halten wir Sie über aktuelle Rankings auf dem Laufenden!

SEO dient dazu, dass Ihre Webseite für relevante Suchbegriffe in den Ergebnissen der Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yahoo! erscheint. So erhöhen Sie Ihre Sichtbarkeit im Web und können dadurch Traffic, potenzielle Neukunden, Leads, Verkäufe und Anfragen für Ihre Dienstleistungen oder Produkte gewinnen. Durch Optimierungsmaßnahmen schaffen wir Ihnen eine nachhaltige Sichtbarkeit, wodurch Ihre Website eine kostenlose Reichweite über Google erhält und Ihr Umsatzpotenzial erhöht wird.