Content-Marketing-Strategie: die Grundlage für eine erfolgreiche Marken- und Kundenbindung
Eine gut durchdachte Content-Marketing-Strategie bildet die Basis, um Inhalte zu entwickeln, die für deine Zielgruppe relevant und wertvoll sind. Sie sorgt dafür, dass deine Inhalte Aufmerksamkeit wecken, informieren, inspirieren und langfristig Vertrauen schaffen.
Auf Basis unserer über fünfzehnjährigen Erfahrung als Content-Marketing-Agentur haben wir hilfreiche Tipps zusammengestellt, die dich beim Aufbau einer erfolgreichen Content-Marketing-Strategie unterstützen.
Das Wichtigste in Kürze:
- Content-Marketing stärkt Vertrauen, Markenbekanntheit und Kundenbindung durch relevante und nützliche Inhalte.
- Eine wirksame Strategie basiert auf klaren Zielen, Zielgruppenverständnis, Keyword-Recherche und strukturierter Content-Planung.
- SEO und Content-Marketing wirken zusammen und erhöhen die Sichtbarkeit durch suchmaschinenfreundliche Inhalte.
- Social Media steigert die Sichtbarkeit deiner Inhalte und fördert Interaktionen, wenn Content plattformgerecht aufbereitet wird.
- KI verändert das Suchverhalten, weshalb Inhalte präzise strukturiert, aktuell und fachlich verlässlich sein müssen.
- Erfolgreiches Content-Marketing vereint Paid, Earned, Owned und Shared Media und nutzt regelmäßige Performance-Analysen.
- Zentrale Entwicklungen sind barrierefreie Inhalte, moderne Content-Formate, Conversational Marketing und nutzerorientierte Kommunikation.
Was ist Content-Marketing?
Im Gegensatz zu traditionellen Werbemaßnahmen wie Printwerbung, Fernsehwerbung oder Radio-Spots geht es beim Content-Marketing nicht nur darum, Produkte oder Dienstleistungen direkt zu bewerben und zu verkaufen. Das Ziel ist vielmehr, nützliche und relevante Inhalte, sogenannten Content, zu erstellen und zu teilen, die das Interesse deiner Zielgruppe wecken und ihre Bedürfnisse ansprechen.
Statt kurzfristiger Werbung setzt Content-Marketing auf langfristigen Mehrwert. Mit hochwertigen und regelmäßig veröffentlichten Inhalten zeigst du deine Fachkenntnis, gewinnst das Vertrauen deiner Zielgruppe und positionierst dich somit als verlässliche Autorität in deinem Themenbereich. Außerdem stärkst du die Beziehung zu bestehenden sowie potenziellen Kunden und baust eine engagierte Community auf, die sich mit deiner Marke identifiziert.
Unter den Begriff Content fallen nicht nur die Texterstellung für beispielsweise Produkt- und Leistungsseiten oder Blogposts, sondern auch visuelle, audiovisuelle und interaktive Inhalte, die Wissen vermitteln, Emotionen wecken oder zum Austausch anregen. KI-basierte Formate wie automatisch generierte Textentwürfe, Zusammenfassungen oder einfache Visualisierungen fließen ebenfalls zunehmend in die Content-Erstellung ein und unterstützen kreative Prozesse. Je nach Ziel und Kanal können daher auch folgende Inhalte Teil einer erfolgreichen Content-Marketing-Strategie sein:
Content-Marketing-Strategie: Was steckt dahinter und wie wird sie umgesetzt?
Eine Content-Marketing-Strategie ist ein Konzept, das beschreibt, wie wertvolle, relevante und ansprechende Inhalte erstellt und verbreitet werden. Sie umfasst eine gründliche Recherche und Analyse der Zielgruppe, um deren Bedürfnisse, Interessen und Verhaltensweisen besser zu verstehen. Basierend auf diesen Erkenntnissen legst du konkrete Vorgaben fest, die Zeiträume und Kennzahlen umfassen und später eine klare Bewertung ermöglichen. Darauf aufbauend entwickelst du Maßnahmen, die darauf abgestimmt sind und deine Zielgruppe wirksam ansprechen.
Eine wirksame Content-Marketing-Strategie umfasst außerdem eine klare Einordnung des Content-Marketings im Marketing-Mix, eine strukturierte Ressourcen- und Budgetplanung sowie regelmäßige Erfolgskontrollen, um Fortschritte zu bewerten. Auf Basis dieser Ergebnisse werden Maßnahmen laufend optimiert und an neue Entwicklungen angepasst, damit die Strategie langfristig wirksam bleibt. Eine Content-Marketing-Strategie soll dabei helfen, die Zielgruppe anzusprechen und zu binden, um letztendlich eine Conversion zu erzielen.
Was strategisches Content-Marketing ausmacht
| Aspekt | Strategisches Content-Marketing | Operatives Content-Marketing |
| Zielsetzung | Langfristige Planung und Ausrichtung auf übergeordnete Marketingziele wie Reichweite, Markenbekanntheit oder Leadgenerierung | Umsetzung der festgelegten Maßnahmen im Tagesgeschäft |
| Fokus | Struktur, Planung und Strategieentwicklung | Erstellung, Veröffentlichung und Pflege von Inhalten |
| Zentrale Aufgaben | Strategieentwicklung, Produktion, Veröffentlichung und Betreuung von Inhalt (teilweise unterstützt durch KI-gestützte Tools) | Content-Erstellung, Pflege des Redaktionsplans, technische und inhaltliche Optimierung |
| Datenbasis | Nutzung von Analysen und Kennzahlen wie Suchvolumen, Nutzerverhalten und Performance-Daten | Auswertung von Kennzahlen wie Verweildauer oder Klickrate zur laufenden Verbesserung |
| Zeithorizont | Langfristig ausgerichtet, um nachhaltige Markenwirkung zu erzielen | Kurz- bis mittelfristig orientiert, um aktuelle Inhalte effizient umzusetzen |
| Ergebnis | Orientierung, Konsistenz und strategische Grundlage für alle Maßnahmen | Sichtbare Inhalte, aktive Kommunikation und kontinuierliche Optimierung |
Content-Marketing-Strategie – welche Vorteile sie für dein Unternehmen bringt
Eine klare Strategie hilft dir dabei, Themen, Formate und Ziele miteinander zu verbinden und sorgt dafür, dass Inhalte konsistent und nachvollziehbar umgesetzt werden. Durch diese Grundlage ergeben sich mehrere Vorteile, die den Erfolg deiner Inhalte langfristig sichern:
- Strukturiertes Arbeiten am Content für mehr Effizienz und Übersicht
- Bessere Ansprache der Zielgruppe durch relevante und passgenaue Inhalte
- Kostenersparnis im Vergleich zu klassischen Marketingkanälen
- Nachhaltige Wirkung durch langfristig aufgebaute Markenpräsenz
- Klares Reporting, das die Performance deiner Inhalte nachvollziehbar macht
Zentrale Fragen für erfolgreiche Content-Planung
Um von diesen Vorteilen profitieren zu können, sind bei der Gestaltung einer Content-Marketing-Strategie folgende Fragen wichtig:
- Wen möchte ich mit meinen Inhalten erreichen?
- Was sind die Bedürfnisse und Interessen meiner Zielgruppe?
- Vor welchen Herausforderungen steht die relevante Nutzergruppe?
- Welche Kanäle und Formate sind am besten geeignet, um meine Zielgruppe zu erreichen?
- Welche Themen sind relevant?
- Wie kann ich mich mit meinen Inhalten von der Konkurrenz abheben?
- Wie kann ich sicherstellen, dass meine Inhalte in Suchmaschinen gefunden werden?
- Welche Ressourcen und Budgets stehen zur Verfügung?
- Wie kann ich den Erfolg meiner Content-Marketing-Strategie messen?
- Welche Ausdrucksweise muss ich bei meiner Zielgruppe verwenden?
- Welche Bildsprache möchte ich in meinen Inhalten verwenden?
- Welchen Wiedererkennungswert besitze ich mit meinem Content?
Die Beantwortung dieser Fragen hilft dabei, eine erfolgreiche und ganzheitliche Content-Marketing-Strategie für dein Unternehmen zu entwickeln, die das Publikum erreicht und überzeugt. Bei der Themenrecherche unterstützen zunehmend KI-gestützte Systeme wie MarketMuse oder Perplexity AI, die aus umfangreichen Daten häufige Nutzerfragen, Themencluster und aktuelle Trends ableiten.
Der Ablauf einer effektiven Content-Marketing-Strategie
Eine klare Struktur ist die Grundlage, um Content-Marketing erfolgreich umzusetzen. Sie hilft dir, Inhalte planvoll zu entwickeln, ihre Wirkung messbar zu machen und sie an den Bedürfnissen deiner Zielgruppe auszurichten. Mit einer durchdachten Vorgehensweise schaffst du die Basis für nachhaltige Ergebnisse und konsistente Kommunikation. Die folgenden Schritte helfen dir, deine Content-Marketing-Strategie strukturiert aufzubauen und erfolgreich umzusetzen.
Bestimme, was du mit deinem Content erreichen möchtest und wer davon angesprochen wird. Analysiere Interessen, Herausforderungen und Suchverhalten deiner Zielgruppe, um Inhalte passend auszurichten.
Identifiziere relevante Themen und Begriffe, die deine Zielgruppe interessieren und zu deiner Marke passen. So entwickelst du Inhalte, die ihre Bedürfnisse aufgreifen und echten Mehrwert bieten.
Plane Themen, Formate und Veröffentlichungszeitpunkte in einem Redaktionsplan. Er sorgt für Übersicht, Regelmäßigkeit und eine einheitliche Kommunikation.
Produziere hochwertige Inhalte, die informieren, inspirieren und Vertrauen aufbauen. Teile sie auf passenden Kanälen, um Reichweite und Wirkung zu verstärken.
SEO & Content-Marketing: maximale Sichtbarkeit bei Google und in KI-Suchsystemen
Die Verbindung von Content-Marketing und Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist ein wesentlicher Bestandteil erfolgreicher Online-Strategien. Die Content-Marketing-Strategie konzentriert sich darauf, wertvollen und relevanten Content zu erstellen, um das Zielpublikum zu binden und zu begeistern. Der Hauptfokus von SEO liegt darin, die Sichtbarkeit dieses Inhalts in den Suchmaschinen zu optimieren, um mehr organischen Traffic zu generieren. Ergänzend gewinnen KI-gestützte Suchsysteme an Bedeutung, die Inhalte nach Kontext, Struktur und fachlicher Qualität bewerten. Eine wirksame Content-Marketing-Strategie berücksichtigt daher sowohl klassische SEO-Prinzipien als auch die Anforderungen moderner KI-Systeme und stellt sicher, dass Inhalte auffindbar, verständlich und thematisch klar eingeordnet sind.
Das beinhaltet unter anderem die Verwendung von Keywords, die Strukturierung von Inhalten und die Sicherstellung, dass externe und interne Verlinkungen strategisch platziert werden. Gleichzeitig profitieren KI-Systeme von klar formulierten Aussagen, eindeutigen Überschriften und konsistenten Inhalten. Durch das Zusammenspiel von Content-Marketing, SEO und KI erreichst du mehr Sichtbarkeit, stärkst deine Online-Präsenz und nutzt das volle Potenzial deiner Inhalte für nachhaltiges Wachstum.
Das Zusammenspiel von Content-Marketing und Social Media
Eine Content-Marketing-Strategie hat sich für Social Media als eine effektive Unterstützung zur Steigerung der Markenpräsenz und Interaktion erwiesen. Während Content-Marketing auf die Erstellung wertvoller, relevanter und konsistenter Inhalte abzielt, um ein bestimmtes Publikum anzuziehen und zu binden, bieten soziale Medien die ideale Plattform, um diesen Content zu verbreiten und eine direkte Kommunikation mit den Zielgruppen zu ermöglichen.
In sozialen Medien profitieren Unternehmen von plattformgerechtem Content, der auf die Eigenheiten jedes Netzwerks abgestimmt ist, zum Beispiel auf Instagram, LinkedIn oder TikTok. Durch authentische Inhalte lässt sich eine engere Beziehung zu Followern aufbauen, die Vertrauen stärkt und Interaktion fördert. Außerdem ermöglichen soziale Plattformen wertvolles Feedback in Echtzeit, das hilft, die Content-Marketing-Strategie regelmäßig zu prüfen und weiterzuentwickeln.
Diese Ziele erreichst du mit einer Content-Marketing-Strategie für Social Media
Durch den Einsatz von Social Media gewinnt eine sorgfältig geplante Content-Marketing-Strategie an Reichweite und Wirkung. Sie bringt Inhalte und Interaktionen zusammen und schafft damit Raum für Austausch, Vertrauen und Markenbindung. Die folgenden Ziele zeigen, welchen Einfluss eine starke Verbindung aus Content und Community auf deinen langfristigen Erfolg hat:
- Mehr Reichweite und Sichtbarkeit deiner Marke
- Stärkere Markenidentität durch konsistente Kommunikation
- Höhere Interaktion und Engagement der Community
- Aufbau von Vertrauen und Glaubwürdigkeit
- Langfristige Kundenbindung durch regelmäßigen Austausch
So baust du deine Social-Media-Content-Strategie Schritt für Schritt auf
Ein konsistenter Auftritt in sozialen Netzwerken stärkt deine Marke und schafft Wiedererkennungswert. Eine Social-Media-Content-Strategie hilft dir, Inhalte mit klarer Richtung zu planen und deine Kommunikation an die Besonderheiten jeder Plattform anzupassen. Ob Instagram, LinkedIn oder TikTok, jedes Netzwerk hat eigene Formate, Zielgruppen und Kommunikationsstile, die du gezielt für deine Markenbotschaft einsetzen kannst.
Wähle die Netzwerke, die zu deiner Zielgruppe passen. Während LinkedIn für B2B-Kommunikation ideal ist, bieten Plattformen wie Instagram oder TikTok Raum für kreative und emotionale Inhalte.
Lege fest, welche Formate du nutzt, etwa Videos, Carousels, Reels oder Infografiken, und wie sie zu deiner Markenidentität passen.
Plane, wie häufig du Inhalte veröffentlichst, um Präsenz zu zeigen und gleichzeitig Raum für spontane Beiträge zu lassen.
Produziere hochwertige Inhalte, die informieren, inspirieren und Vertrauen aufbauen. Teile sie auf passenden Kanälen, um Reichweite und Wirkung zu verstärken.
Beantworte Kommentare, teile Beiträge deiner Community und nutze Umfragen oder Story-Features, um Nähe aufzubauen.
Analysiere regelmäßig Kennzahlen wie Reichweite, Engagement oder Follower-Wachstum, um deine Strategie weiterzuentwickeln.
Content-Marketing-Strategie im Zeitalter der KI: Wie künstliche Intelligenz Marketing verändert
Künstliche Intelligenz (KI) verändert, wie Menschen Informationen suchen und Inhalte finden. Immer mehr Nutzer suchen Informationen über KI-gestützte Systeme wie ChatGPT, Perplexity oder den Google Gemini Assistant statt über klassische Suchmaschinen. Dadurch verschiebt sich auch, wie Inhalte im Content-Marketing gefunden werden.
Für Unternehmen bedeutet das, ihre Content-Marketing-Strategie an die Funktionsweise dieser neuen Systeme anzupassen. KI-Modelle greifen auf qualitativ hochwertige, klar strukturierte und thematisch relevante Inhalte zurück. Wer mit seiner Marke in KI-Antworten vorkommen möchte, sollte kontextstark, aktuell und vertrauenswürdig Inhalte veröffentlichen.
Eine erfahrene KI-Agentur kann dabei helfen, Inhalte so zu strukturieren, dass sie von KI-Suchsystemen erkannt und als verlässliche Quelle eingestuft werden. Damit wird Content nicht nur in klassischen Suchergebnissen, sondern auch in KI-generierten Antworten sichtbar. Dies stellt in der heutigen Zeit einen essentiellen Schritt dar, um Reichweite und Markenbekanntheit langfristig zu sichern.
Strategien zur effektiven Content-Distribution: der Unterschied zwischen Paid Media, Earned Media, Owned Media und Shared Media
| Medientyp | Beschreibung | Beispiele | Vorteile |
| Paid Media | Bezahlte Platzierungen, um Inhalte zu verbreiten und Reichweite zu erhöhen | Social Ads, Google Ads, Sponsored Posts | Schnelle Sichtbarkeit, größere Reichweite, gezielte Ansprache neuer Zielgruppen |
| Earned Media | Aufmerksamkeit, die durch Dritte, ohne bezahlte Werbung, entsteht | Presseberichte, Empfehlungen, Backlinks, Shares | Hohe Glaubwürdigkeit organische Reichweite, Stärkung des Markenimages |
| Owned Media | Eigene Kommunikationskanäle, über die du volle Kontrolle hast | Website, Blog, Newsletter, Podcast | Nachhaltige Markenpräsenz, unabhängige Content-Steuerung, direkte Zielgruppenbindung |
| Shared Media | Inhalte, die von Nutzern über soziale Netzwerke geteilt werden | Social Media Posts, Community-Beiträge, Kommentare | Erhöhte Interaktion, Community-Aufbau, authentische Markenbindung |
Tipps für ein erfolgreiches Content-Marketing
Eine erfolgreiche Content-Marketing-Strategie erfordert mehr als nur das Erstellen von Inhalten. Sie erfordert eine sorgfältige Planung, Umsetzung und Überwachung. Wir erklären dir Schritt für Schritt die wichtigsten Aspekte eines erfolgreichen Content-Marketing-Plans und geben dir wertvolle Tipps, um deinen Content in den Vordergrund zu stellen und deine Zielgruppe zu begeistern. Ob du neu im Bereich Content-Marketing bist oder bereits Erfahrung hast – unsere Tipps sind für jeden gedacht, der ein zielführendes Content-Planning entwickeln und umsetzen möchte.
# Tipp 1: Bestehenden Content prüfen und analysieren
Mit einem Content-Audit verschaffst du dir einen Überblick über bestehenden Content. Dabei geht es vor allem darum, diese Inhalte auf ihren Mehrwert und die Performance zu überprüfen. Die gewonnenen Daten verschaffen dir einen Einblick, welche Seiten deiner Website gut funktionieren und wo noch Potenzial liegt. Ein weiterer Vorteil von Content-Marketing im Online-Bereich ist die Messbarkeit deines Erfolgs: Du kannst den Erfolg deiner Inhalte jederzeit nachvollziehen und deine Strategie auf dieser Basis kontinuierlich verbessern. Außerdem kannst du erkennen, welche Seiten deiner Website am meisten Traffic, Interaktionen oder Conversions erzielen und an welchen du noch arbeiten solltest.
Wichtige Metriken für den Content-Audit:
- Seitenaufrufe (Page Views): Die Gesamtzahl der Aufrufe, die einzelne Inhaltsseiten erhalten. Das gibt Aufschluss darüber, welche Inhalte bei deinem Publikum beliebt sind.
- Verweildauer (Average Time on Page): Die durchschnittliche Zeit, die Besucher auf einer bestimmten Seite verbringen. Längere Verweilzeiten können ein Indikator dafür sein, dass die Inhalte beim Publikum gut ankommen.
- Absprungrate (Bounce Rate): Der Prozentsatz der Besucher, die deine Website verlassen, nachdem sie nur eine Seite besucht haben. Eine hohe Absprungrate kann auf nicht ansprechende oder irrelevante Inhalte hinweisen.
- Conversion-Rate: Der Prozentsatz der Besucher, die eine gewünschte Aktion (wie das Ausfüllen eines Formulars oder den Kauf eines Produkts) ausführen, nachdem sie deine Inhalte gesehen haben. Das zeigt, wie effektiv die Inhalte bei der Erreichung von Geschäftszielen sind.
- SEO-Ranking: Position der Webseite in den Suchergebnissen für relevante Keywords. Ein höheres Ranking kann zu mehr Traffic und einer besseren Sichtbarkeit führen.
Da täglich neue Inhalte veröffentlicht werden, ist es wichtig, mit Qualität und Relevanz hervorzustechen. Nur wer bei Google die Top-Platzierungen erreicht, wird vom Kunden auch gefunden.Ein Content-Audit kann dir aufzeigen, auf welche Inhalte du dich in Zukunft konzentrieren solltest, welche Texte du überarbeiten musst und welche Inhalte überholt sind und keine Berechtigung mehr auf deiner Seite haben.
# Tipp 2: Definiere konkrete Ziele
- Neukundengewinnung (Leadgenerierung)
- Stärkung der Markenbekanntheit
- Kundenbindung
- Umsatzsteigerung
- Expertenpositionierung
Betreibst du beispielsweise einen Onlineshop für Gärtnerbedarf, sollte der Content auf deiner Webseite sowohl relevant für deine Zielgruppe sein als auch zu deinen Produkten passen. Der Aufbau eines Ratgebers oder Blogs mit relevanten Themen wie “Tipps zur Bepflanzung eines Hochbeets” bindet die Zielgruppe langfristig an das Unternehmen und positioniert dieses als Experte auf dessen Gebiet. Suchmaschinenoptimierten Content auf Produktseiten oder Landingpages steigert zusätzlich den Umsatz, indem er die Sichtbarkeit deiner Produkte oder Dienstleistungen in den Suchergebnissen verbessert.
# Tipp 3: Kenne deine Zielgruppe und die Customer Journey
Schreibst du Texte, die deine Zielgruppe nicht interessieren, wirst du damit keine der oben genannten Ziele erreichen, denn du orientierst dich nicht an den Bedürfnissen und Problemen deiner Zielgruppe. Dabei reicht es aber nicht aus, einfach eine Altersgruppe von 18 bis 45 zu definieren. Du musst dich wirklich in deine potenziellen Kunden hineinversetzen: Was interessiert Sie? Welche Probleme und Hindernisse stellen sich ihnen in den Weg? Welche Lösungen kannst du anbieten, um diese zu überwinden? Du solltest unbedingt eine Buyer Persona, also einen fiktiven Wunschkunden definieren. So kannst du deinen Content perfekt auf deine Zielgruppe zuschneiden. Ergänzend können KI-Tools wie HubSpot AI Analytics oder Amplitude dabei helfen, Zielgruppencluster zu erkennen, die in klassischen Analysen leicht übersehen werden.
Die Definition einer Buyer Persona hilft dir nicht nur bei der richtigen Ansprache, sondern auch bei der Keyword-Recherche und der Auswahl der passenden Content-Formate. Dafür ist es wichtig zu wissen, an welchem Punkt der Customer Journey sich deine Zielgruppe gerade befindet. Denn jede Phase erfordert andere Inhalte und Anspracheformen.
Die Customer Journey als Grundlage für deine Content-Marketing-Strategie
Die Customer Journey beschreibt den Weg, den ein Kunde von der ersten Information bis zur Kaufentscheidung durchläuft. Im Content-Marketing hilft sie dir, Inhalte gezielt auf die jeweilige Phase im Kaufprozess abzustimmen.
Der Kunde befindet sich ganz am Anfang seiner Reise zum passenden Produkt. Oft suchen Kunden in dieser Phase nach erstenInformationen oder Inspirationen. Ein Beispiel: Ein Kunde möchte in seinem Garten etwas verändern und sucht deshalb nach “aktuelle Gartentrends” bei Google. Er ist zunächst auf der Suche nach Ideen, wie er seinen Garten modern gestalten kann, befindet sich also ganz am Anfang der Customer Journey und ist noch nicht bereit, sofort etwas zu kaufen. Um diesem Kunden die passenden Inhalte bereitzustellen, wird eine Produktseite mit einem Werbetext nicht der richtige Content sein.
Auch wenn der Kunde in dieser Phase nicht unbedingt kaufbereit ist, kannst du dich zu diesem Thema mit deiner Marke platzieren, um ihn auf dich und deine Produkte aufmerksam zu machen. So kommt der Kunde bestenfalls wieder zurück, weil du dich in deinem Ratgeber als Experte dargestellt hast.
Consideration (Überlegung)
Die Reise unseres Beispielkunden geht weiter. Er hat nun verschiedene Inspirationen und Informationen zum Thema Gartentrends und Gestaltungsmöglichkeiten gesammelt und erfahren, dass aktuell Hochbeete im Trend liegen. Er hat den Entschluss gefasst, sich ein Hochbeet zu kaufen – er informiert sich nun über Anbietern, die diese Produkte verkaufen und vergleicht Preise und Leistungen. Anstatt nach “aktuelle Gartentrends” zu recherchieren, verwendet er gezielt den Suchbegriff “Hochbeet kaufen” für seine Suche. Vielleicht stößt er auf Anbieter, die ein komplettes Bauelement anbieten oder Shops, die einzelne Bauteile verkaufen.
Vielleicht sucht der Kunde aber auch nach Erfahrungsberichten zu den Beeten, bevor er die Kaufentscheidung trifft. Hier wird er wahrscheinlich “Hochbeet Erfahrung” oder sogar einen Markennamen in Kombination mit diesem Suchbegriff in die Suchleiste eingeben. Auch hier wünscht sich der Kunde also zusätzliche Informationen, die aber deutlich konkreter sind, als die erste Suche nach Inspirationen.
Decision (Entscheidung)
In dieser Phase fällt die Entscheidung für oder gegen ein Produkt. Stößt ein Kunde auf deine Seite, muss er hier auf den Kauf eingestimmt werden. Wirken deine Seite und die Inhalte vertrauenswürdig? Bietest du einen Kundenservice und sichere Zahlungsmethoden an? Stellst du nicht alle wichtigen Informationen für den potenziellen Kunden bereit und stimmst ihn mit der richtigen Ansprache auf den Kauf ein, wird er vermutlich nicht zum Kunden. Machst du das doch und der Nutzer ist nicht nur von deinem angebotenen Produkt überzeugt, sondern empfindet dich ebenfalls als vertrauenswürdig, ist er bereit, das gewünschte Produkt zu kaufen.
B2B oder B2C? So sprichst du deine Zielgruppe richtig an
| Aspekt | B2B Content-Marketing | B2C Content-Marketing |
| Zielgruppe | Unternehmen, Fach- und Führungskräfte | Endverbraucher und Privatkunden |
| Zielsetzung | Aufbau von Vertrauen, Leadgenerierung, langfristige Partnerschaften | Markenbindung, emotionale Ansprache, direkte Kaufanreize |
| Ton & Sprache | Sachlich, informativ, lösungsorientiert | Emotional, inspirierend, unterhaltend |
| Inhalte & Formate | Whitepaper, Case Studies, Fachartikel, Webinare, LinkedIn-Content | Emotional, inspirierend, unterhaltend |
| Entscheidungsprozess | Länger und durch mehrere Personen beeinflusst | Kurz und oft spontan |
| Kaufmotivation | Rational und nutzenorientiert | Emotional und erlebnisorientiert |
| Kanäle | LinkedIn, Fachportale, Newsletter, Branchenblogs | Instagram, TikTok, YouTube, Facebook |
| Erfolgsfaktoren | Expertise, Vertrauen, Informationswert | Aufmerksamkeit, Markenimage, Emotionen |
# Tipp 4: Recherchiere passende Keywords
Für eine effektive Content-Marketing-Strategie musst du vor der Erstellung des Contents wissen, wonach deine Kunden eigentlich suchen. Um das herauszufinden, sollte am Anfang immer eine Keyword-Recherche stehen.
Betreibst du zum Beispiel einen Online-Shop für Kleidung, ist es zum einen wichtig, dass du Content für die einzelnen Produktkategorien erstellst. Aber auch ein Ratgeber, der beispielsweise Tipps zur richtigen Pflege von weißen T-Shirts gibt, kann Kunden auf deine Seite bringen und deine Markenbekanntheit steigern. Wichtig ist, dass du Themen wählst, die deine Kunden interessieren.
Für die Recherche passender Keywords gibt es viele Tools, die dir helfen können. Der Keyword Planer von Google zeigt dir zum Beispiel verwandte Suchbegriffe an, die zum eingegebenen Keyword passen, inklusive Suchvolumen, damit du einschätzen kannst, ob Nutzer überhaupt danach suchen. Es existieren zahlreiche SEO-Tools, welche die Keyword-Recherche erleichtern und die Entwicklung einer Content-Marketing-Strategie unterstützen. Sie zeigen dir unter anderem die Platzierung deiner Wettbewerber in den Suchergebnissen für bestimmte Suchbegriffe, was dir Hinweise darauf gibt, welcher Content möglicherweise noch auf deiner Seite fehlt.
Schritt für Schritt zur zielführenden Keywordrecherche:
Keywords mit Suchvolumen und Zielgruppenbezug ermitteln
Suchbegriffe ohne Suchvolumen eignen sich in vielen Fällen nicht, da nicht genügend Nutzer danach suchen. Stürze dich aber auch nicht unbedingt auf die großen Fische, sondern versuche Keywords zu finden, bei denen auch Seiten von Kleinstunternehmen unter den Top-10 bei Google platziert sind, sodass du auch eine Chance hast. Ein hilfreicher Ansatz ist die automatische Vorschlagsfunktion von Google. Beim Tippen eines Begriffs erscheinen direkt Begriffe, die Nutzer häufig eingeben.
Konkurrenz prüfen und Ranking-Potenziale erkennen
Bevor du mit der Texterstellung zu einem Thema startest, solltest du dir die Konkurrenz in den Suchergebnissen genau anschauen. Bewerte diese im Vergleich zu deiner eigenen Webseite, um besser einschätzen zu können, wie schwierig es wird, ein gutes Ranking zu erreichen. Achte also bei deiner Recherche auf passende Begriffe, die themenrelevant sind und auch von deinen Wettbewerbern verwendet werden, damit dein Content mit dem deiner Konkurrenz mithalten kann.Themen und Veröffentlichungen systematisch planen
Sammel deine Keyword-Ideen in einem Redaktionsplan, denn damit kannst du deine Inhalte übersichtlich planen. Priorisiere die wichtigsten noch fehlenden Texte auf deiner Website, damit sie zuerst erstellt und veröffentlicht werden.# Tipp 5: Content-Plan erstellen
Erstellen eines Content-Plans ist ein wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichen Content-Marketing-Strategie. Er ermöglicht es Unternehmen und Marken, ihre Inhalte gezielt zu planen, zu organisieren und zu verwalten. Durch die Erstellung eines strukturierten und gut durchdachten Content-Plans kannst du sicherstellen, regelmäßig hochwertige und relevante Inhalte zu produzieren, die deine Zielgruppe ansprechen und zum roten Faden deines bisherigen Contents passen.
Ein effektiver Content-Plan umfasst die Festlegung von Themen, Keywords und Formaten sowie das geplante Veröffentlichungsdatum. Außerdem hält er fest, auf welchen Kanälen dein Content veröffentlicht wird, zum Beispiel auf Instagram, LinkedIn oder im Blog.
Content Marketing Plan Vorlage
Den Download für unsere Content Marketing Plan Vorlage gibt es hier:
# Tipp 6: Erstelle Content für den Nutzer
Bei der Entwicklung einer Content-Marketing-Strategie steht der Nutzer im Mittelpunkt. Guter Content bietet echten Mehrwert, beantwortet relevante Fragen und unterstützt die Zielgruppe bei ihren Anliegen. Gleichzeitig solltest du die Anforderungen der Suchmaschinen berücksichtigen, damit deine Inhalte sichtbar und auffindbar bleiben. Um Inhalte zu erstellen, die sowohl Nutzer überzeugen als auch in den Suchergebnissen sichtbar bleiben, solltest du auf bestimmte Qualitätsmerkmale achten:
- Relevanz: Deine Inhalte greifen Themen auf, die wichtig für deine Zielgruppe sind.
- Struktur & Verständlichkeit: Überschriften, Absätze und klare Formulierungen erleichtern das Lesen und Verstehen.
- Mehrwert: Inhalte bieten Lösungen, erklären Zusammenhänge oder inspirieren und stärken dadurch deine Marke.
- Originalität: Ein individueller Stil und neue Perspektiven helfen, dich im Wettbewerb abzuheben.
- Kontextgemäße Gestaltung: Inhalte passen sowohl zur Marke als auch zur Plattform und Nutzungssituation.
- Suchmaschinenfreundlichkeit: Keywords werden natürlich integriert und Inhalte sind technisch und inhaltlich optimiert.
Ein stimmiger Aufbau, wertvolle Informationen und eine gut optimierte Struktur machen Content nachhaltig wirksam. Wenn der Nutzer sich orientieren kann, bleibt der Inhalt im Gedächtnis.
# Tipp 7: Multi-Channel-Verbreitung für maximale Sichtbarkeit
Es reicht nicht aus, hochwertige Inhalte lediglich auf deiner eigenen Webseite zu präsentieren. Um das volle Potenzial deiner Inhalte auszuschöpfen, ist es ratsam, sie über verschiedene Plattformen zu verbreiten, insbesondere dort, wo sich deine Zielgruppe aufhält. Sei es Instagram, Pinterest, Facebook oder LinkedIn, jedes Netzwerk bietet die Möglichkeit, deinen Content spezifisch anzupassen und optimal zu präsentieren. Durch diese Multi-Channel-Strategie kannst du nicht nur die Sichtbarkeit deiner Inhalte steigern, sondern auch effektiv verschiedene Zielgruppen ansprechen. Beobachte über die integrierten Analysetools deiner Plattformen, wie Nutzer mit deinen Inhalten interagieren. Nutze dafür beispielsweise Meta Insights für Facebook und Instagram, LinkedIn Analytics für Unternehmensseiten oder Google Analytics für deine Website, um zu erkennen, welche Inhalte besonders gut ankommen.
# Tipp 8: Messe die Erfolge deines Contents
Nach der Veröffentlichung ist es wichtig, die Leistung deiner Inhalte regelmäßig zu überprüfen, um zu erkennen, was gut funktioniert und wo Optimierungspotenzial besteht. So lernst du, welche Themen, Formate und Ansätze bei deiner Zielgruppe ankommen und kannst deine Strategie kontinuierlich verbessern.
Wichtige KPIs für SEO–Content sind:
- Organische Besucher
- Platzierung bei Google
- Klickrate (CTR)
- Absprungrate
- Verweildauer
- Conversion-Rate
Nutze Tools wie Google Analytics, Google Search Console oder Matomo, um diese Kennzahlen im Blick zu behalten. Durch regelmäßige Analysen erkennst du frühzeitig Trends, stärkst erfolgreiche Inhalte und entwickelst deine Content-Marketing-Strategie stetig weiter.
Die 5 nützlichsten Tools für eine Content-Marketing-Strategie
Die Auswahl der richtigen Tools ist maßgeblich für die effektive Planung, Erstellung, Veröffentlichung und Analyse von Content-Marketing-Strategien. Diese Werkzeuge steigern die Produktivität von Teams und unterstützen bei der Erstellung und Umsetzung einer Marketing-Strategie. Wir stellen fünf besonders nützliche Tools vor, die von umfassenden Plattformen mit vielfältigen Funktionen bis hin zu spezialisierten Anwendungen reichen, die gezielte Marketingaspekte verbessern:
- Scompler ist ein leistungsstarkes Tool für die strategische Content-Planung und Themensteuerung. Es hilft dir, Redaktionspläne zu erstellen, Inhalte entlang der Customer Journey zu strukturieren und deine Kommunikationsstrategie mit klaren Zielen zu verknüpfen. Durch die integrierte Teamfunktion behältst du den Überblick über Themen, Aufgaben und Veröffentlichungen. Das erleichtert die Zusammenarbeit und sorgt für eine einheitliche Kommunikation.
- MarketMuse hilft dir bei der Inhaltsplanung und -optimierung. Es analysiert deine bestehenden Texte auf Themenabdeckung, Relevanz und Keyword-Nutzung und zeigt auf, wo du deinen Content verbessern kannst. So stellst du sicher, dass deine Inhalte sowohl für Leser als auch für Suchmaschinen überzeugend sind.
- Powtoon eignet sich perfekt für die visuelle Aufbereitung deiner Inhalte. Mit dem Tool erstellst du ansprechende Videos, Animationen und Präsentationen, die komplexe Themen leicht verständlich machen. Besonders auf Social Media oder für erklärungsbedürftige Produkte sorgt Powtoon für mehr Aufmerksamkeit und Engagement.
- Trbo ermöglicht die Personalisierung und Optimierung des Nutzererlebnisses auf deiner Website. Das Tool analysiert das Verhalten der Besucher in Echtzeit und spielt personalisierte Inhalte wie Produktempfehlungen oder individuelle Banner aus. Dadurch steigerst du die Relevanz deines Contents und stärkst die Bindung zu deiner Zielgruppe.
- Ryte unterstützt dich bei der technischen und inhaltlichen Qualitätssicherung deiner Website. Es prüft Ladezeiten, Meta-Daten, interne Verlinkungen und weitere SEO-Faktoren, die Einfluss auf deine Sichtbarkeit haben. Damit stellst du sicher, dass hochwertiger Content auch technisch optimal performt.
6 Trends für die Online Marketing Strategie in 2026
Die Online-Branche ist schnelllebig. Was heute noch aktuell ist, kann morgen schon überholt sein. Deshalb lohnt es sich für die Content-Strategie in 2026 auch einen Blick in die nähere Zukunft zu werfen. Was wird wichtig? Was bedeuten Neuerungen und Trends für Content Marketer? Wir schauen in die Zukunft und zeigen dir die 6 wichtigsten Trends im Content Marketing.
#1: Generative KI
Künstliche Intelligenz hat die Art und Weise, wie Inhalte entwickelt werden, nachhaltig verändert. Immer mehr Artikel entstehen heute mithilfe von KI-Systemen, wie die Studie Five Percent zeigt, laut der inzwischen ein größerer Anteil von Inhalten maschinell erstellt wird als von Menschen. Das unterstreicht, wie stark KI bereits in redaktionelle Prozesse integriert ist.
Für Content Marketer bedeutet das, neue Wege in der Kombination aus Automatisierung und Kreativität zu finden. KI-Tools unterstützen bei der Themenrecherche, Texterstellung und Datenanalyse und liefern wertvolle Impulse für Content-Strategien. Dennoch bleibt die menschliche Perspektive entscheidend, um Inhalte mit Relevanz, Persönlichkeit und Markenidentität zu gestalten.
In einer modernen Content-Marketing-Strategie geht es darum, KI sinnvoll einzusetzen, um Prozesse zu vereinfachen, Trends frühzeitig zu erkennen und datenbasiert zu arbeiten, ohne den authentischen Charakter der Marke zu verlieren.
#2: Digitale Barrierefreiheit
Eine gute User Experience (UX) ist ein wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Online-Marketing-Strategie. Sie beschreibt das gesamte Nutzererlebnis auf einer Website, vom Aufbau über die Navigation bis hin zur Lesbarkeit der Inhalte. Je klarer eine Seite strukturiert ist, desto einfacher finden sich Nutzer zurecht und desto höher ist die Chance, dass sie mit deinen Inhalten interagieren.
Mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) gewinnt auch die digitale Barrierefreiheit zunehmend an Bedeutung. Sie zielt darauf ab, Websites und digitale Inhalte so zu gestalten, dass sie für alle Menschen zugänglich sind, unabhängig von körperlichen, sensorischen oder technischen Einschränkungen. Damit wird Barrierefreiheit zu einem festen Bestandteil moderner UX und spielt eine zentrale Rolle in der Online-Kommunikation.
Wichtige Aspekte für barrierefreien Content:
- Kontrastreiche Farben, damit Texte und Grafiken auch für Menschen mit Sehschwäche gut erkennbar sind
- Alt-Texte für Bilder, um Inhalte für Screenreader zugänglich zu machen
- Einfache Sprache, damit Informationen für alle verständlich sind
- Strukturierte Überschriften und Absätze, um Orientierung zu bieten
- Tastatur-Navigation, die Nutzern ohne Mausbedienung eine einfache Steuerung ermöglicht
- Lesefreundliche Schriftgrößenund ausreichender Zeilenabstand, um das Lesen zu erleichtern
- Untertitel und Transkripte für Videos und Podcasts, um Hörgeschädigten Zugang zu Informationen zu geben
- Responsives Design, das Inhalte auf allen Geräten übersichtlich darstellt
Diese Tools unterstützen dich bei barrierefreiem Content
Zur Unterstützung bei der Umsetzung helfen verschiedene Assistenz- und Prüfsoftwares, die Websites auf Barrierefreiheit analysieren und Optimierungsvorschläge geben, darunter:
- WAVE (Web Accessibility Evaluation Tool)
- axe DevTools
- Siteimprove Accessibility Checker
- Screenreader wie NVDA oder JAWS, um zu testen, wie Inhalte von sehbehinderten Nutzern wahrgenommen werden
Eine hohe digitale Barrierefreiheit trägt maßgeblich zu einer positiven User Experience bei. Wenn Inhalte für alle Nutzer zugänglich sind, entsteht ein reibungsloses und inklusives Nutzungserlebnis, das Vertrauen schafft und die Bindung zur Marke stärkt. Gleichzeitig bewerten Suchmaschinen Websites mit klarer Struktur, verständlichen Inhalten und guter Zugänglichkeit als besonders relevant. Barrierefreiheit ist damit ein zentraler Faktor für Nutzerzufriedenheit, Reichweite und nachhaltigen Erfolg im Content-Marketing.
#3: Moderne Content-Formate
Die Vielfalt an Content-Formaten wächst stetig und eröffnet neue Wege, Inhalte erlebbar zu machen. Neben klassischen Blogbeiträgen und Infografiken gewinnen Podcasts, Kurzvideos und interaktive Formate zunehmend an Bedeutung. Aber auch kurzer Video-Content ist besonders auf den Social-Media-Plattformen Instagram und Tiktok beliebt. Hier ganz wichtig: Untertitel einfügen. So können sowohl gehörlose Menschen als auch Nutzer, die Videos ohne Ton konsumieren, die Inhalte verstehen.
Ob Webinar, Q&A-Session oder Live-Interview mit Influencern deiner Branche – besonders Live-Streams sind aktuell schon beliebt und werden wohl in Zukunft noch wichtiger. Nutze für die Erstellung zum Beispiel Plattformen wie Instagram oder TikTok, die über eine solche Funktion verfügen.
Finde durch Analytics-Daten und weitere KPIs heraus, was deinen Kunden gefällt und mit welchem Content du positive Resultate erzeugst. So kannst du in Zukunft besser einschätzen, auf welche Formate du dich konzentrieren solltest. Beschäftige dich dazu mit folgender Frage: Auf welcher Plattform ist deine Zielgruppe überhaupt unterwegs? Das solltest du natürlich vor der eigenen Texterstellung, bzw. bevor du extern SEO-Texte schreiben lässt, klären.
#4: Interaktion mit der Zielgruppe
Interaktiver Content stärkt die Beziehung zwischen Unternehmen und Zielgruppe, weil er Nutzer aktiv einbindet statt sie nur zu informieren. Inhalte, die zur Teilnahme anregen, schaffen ein persönlicheres Markenerlebnis und erhöhen die Verweildauer auf deiner Website oder in sozialen Medien. Unternehmen profitieren so nicht nur vom Austausch mit den Nutzern, sondern auch von einer stärkeren Kundenbindung und einem besseren Verständnis für die Interessen ihrer Zielgruppe.
Ein wichtiger Bestandteil dieses Ansatzes ist User-generated Content. Er entsteht, wenn Nutzer Inhalte selbst erstellen, etwa Erfahrungsberichte, Bewertungen oder Social-Media-Posts. Diese Form der Beteiligung ist oft das Ergebnis von gelungenem interaktivem Content: Wer sich mit einer Marke verbunden fühlt, beteiligt sich eher an der Kommunikation. Dadurch entsteht authentischer, glaubwürdiger Content, der Vertrauen schafft und die Markenreichweite erhöht.
Damit Nutzer aktiv mitmachen, braucht es Formate, die Interaktion anregen und gleichzeitig echten Mehrwert bieten, zum Beispiel:
- Umfragen und Quizze, die Feedback liefern und Interesse an bestimmten Themen sichtbar machen
- Interaktive Tools oder Rechner, mit denen sich Inhalte personalisieren oder Ergebnisse direkt erleben lassen
- Augmented und Virtual Reality, um Produkte oder Services auf innovative Weise erfahrbar zu machen
- Shoppable Posts, die Nutzer direkt aus Social-Media-Beiträgen zu Produkten führen und zum Teilen anregen
Interaktiver und nutzergenerierter Content verstärken sich gegenseitig. Während interaktive Formate zum Mitmachen motivieren, sorgt User-generated Content für Authentizität und stärkt die Community rund um deine Marke.
#5: Wirkungsorientierter Content
Immer mehr Unternehmen setzen auf wirkungsorientierten Content, also Inhalte, die einen spürbaren Beitrag zu gesellschaftlichen, ökologischen oder sozialen Themen leisten. Ziel ist es, Werte und Verantwortung glaubwürdig in die Markenkommunikation zu integrieren und über reines Marketing hinaus Mehrwert zu schaffen.
Wirkungsorientierter Content entfaltet seine Stärke, wenn er auf die Markenidentität abgestimmt ist und Themen behandelt, die tatsächlich zum Unternehmen passen. Ob Nachhaltigkeit, soziales Engagement oder Transparenz in der Lieferkette, Vertrauen entsteht, wenn Kommunikation auf echten Handlungen basiert und langfristig gedacht ist.
Dieser Ansatz sollte fest in Strategie und Storytelling verankert sein. Zeige, welchen Beitrag dein Unternehmen leistet, wofür es steht und wie es Verantwortung übernimmt. Das stärkt die Glaubwürdigkeit, fördert die Kundenbindung und positioniert deine Marke als Teil einer bewussteren und nachhaltigeren Wirtschaft.
Wirkungsorientierter Content steht damit für eine neue Form von Online-Marketing: Inhalte mit Haltung, die Themen voranbringen, die für Nutzer und Gesellschaft gleichermaßen relevant sind.
#6: Conversational Marketing
Conversational Marketing beschreibt eine Form des Marketings, bei der der direkte Austausch zwischen Marke und Nutzer im Mittelpunkt steht. Statt über klassische Werbung zu kommunizieren, treten Unternehmen über Chats, Messaging-Apps oder Sprachassistenten unmittelbar in Kontakt mit ihrer Zielgruppe. Im Mittelpunkt steht eine persönliche Interaktion, die Nähe schafft und Nutzer auf den Kanälen erreicht, die sie regelmäßig nutzen.
Künstliche Intelligenz unterstützt diesen Ansatz, indem sie Anfragen erkennt, Absichten interpretiert und passende Antworten bereitstellt. Dadurch wirken Gespräche flüssiger und relevanter. Nutzer erhalten Informationen, die zu ihrer aktuellen Situation passen, während Unternehmen ein besseres Verständnis für Interessen und Erwartungen ihrer Zielgruppe entwickeln.
Typische Anwendungen im Conversational Marketing sind:
- Chatbots auf Websites, die Fragen beantworten oder durch den Kaufprozess führen
- Automatisierte Nachrichten in Social Media, die auf Kommentare oder Nachrichten reagieren
- Sprachassistenten wie Alexa oder Google Assistant, die Informationen per Sprachinteraktion bereitstellen
Conversational Marketing stärkt die Kundenbindung, weil es Nähe schafft und Kommunikation natürlicher wirken lässt. Im modernen Content-Marketing wird der Dialog damit zu einem festen Bestandteil der Markenkommunikation und trägt zu einem nutzerorientierten Erlebnis bei.
Fazit: so gelingt dir eine erfolgreiche Content-Marketing- Strategie
Es ist wichtig zu verstehen, dass Content-Marketing kein einmaliger Prozess ist, sondern eine fortlaufende Strategie erfordert. Um langfristigen Erfolg zu erzielen, müssen Unternehmen kontinuierlich relevanten und ansprechenden Content erstellen, der die Bedürfnisse und Interessen der Zielgruppe erfüllt. Dabei solltest du stets die neuesten Trends und Entwicklungen im Auge behalten, um dich von der Konkurrenz abzuheben und die Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe zu gewinnen. Mit unseren Tipps bist du dafür bestens ausgestattet.
Du möchtest, dass dein Unternehmen online sichtbarer ist und benötigst Unterstützung beim Content-Marketing? Im Rahmen unserer Betreuung erstellen wir dir nach unserem SEO Check eine zielgerichtete und maßgeschneiderte Content-Marketing-Strategie.
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Häufig gestellte Fragen zur Content-Marketing-Strategie
Eine Content-Marketing-Strategie beschreibt den langfristigen Plan, mit dem Inhalte entwickelt, verbreitet und laufend verbessert werden. Sie definiert Ziele, Zielgruppen, relevante Themen, geeignete Kanäle und klare Messpunkte, um die Wirkung der Inhalte nachvollziehen zu können.
Wichtige Bestandteile sind eine konkrete Zielsetzung, die Analyse der Zielgruppe, eine strukturierte Keyword-Recherche, die Auswahl passender Formate, ein übersichtlicher Redaktionsplan sowie regelmäßige Performance-Auswertungen.
Content-Marketing stärkt die Sichtbarkeit deiner Marke, baut Vertrauen auf und unterstützt Nutzer in verschiedenen Phasen ihrer Entscheidungsreise. Gleichzeitig verbessert hochwertiger Content die Auffindbarkeit in Suchmaschinen und unterstützt Ziele wie Reichweite, Kundenbindung oder Leadgenerierung.
Content umfasst alle digitalen Inhalte wie Texte, Bilder, Videos, Podcasts oder interaktive Formate. Diese können informieren, unterhalten, inspirieren oder zum Austausch anregen.
Guter Content basiert auf relevanten Themen, sorgfältiger Recherche und einer klaren Struktur. Er bietet echten Mehrwert, ist leicht verständlich und auf die Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmt. Visuelle Elemente oder interaktive Funktionen steigern zusätzlich die Qualität.
Um einen Redaktionsplan zu erstellen, legst du zuerst fest, auf welchen Kanälen du aktiv sein möchtest und welche Ziele du mit deinen Inhalten verfolgst. Anschließend sammelst du Themen und Keywords, die zu deiner Zielgruppe und deinen Angeboten passen.
Erstelle dann eine Tabelle oder nutze ein Planungstool und halte dort fest:
- welches Thema behandelt wird
- in welchem Format der Inhalt erscheint, zum Beispiel Blogartikel, Video oder Social-Media-Post
- auf welchem Kanal veröffentlicht wird
- Zeitpunkt der Veröffentlichung
- wer für Erstellung, Freigabe und Veröffentlichung verantwortlich ist
Durch diese Struktur behältst du den Überblick, vermeidest Lücken im Content und sorgst dafür, dass Inhalte regelmäßig und abgestimmt erscheinen.
Zum Content-Marketing zählen Maßnahmen wie die Themen- und Keywordrecherche, die Erstellung und Optimierung von Inhalten, die Veröffentlichung über passende Kanäle sowie die laufende Analyse und Aktualisierung der Inhalte.
Wichtige Kennzahlen sind Traffic, Klickrate, Verweildauer, Absprungrate, Conversion-Rate und Rankings für relevante Keywords. Diese Werte zeigen, wie Inhalte performen und wo Anpassungen nötig sind.
Viele Marketing-Websites, Tools und Agenturen bieten kostenlose Templates, Leitfäden und Checklisten an. Wichtig ist, eine Vorlage zu wählen, die zu deinen Ressourcen, Zielen und deiner Branche passt.
Die Kosten hängen vom Umfang der Maßnahmen, der Qualität der Inhalte, den benötigten Tools und eventuellen externen Dienstleistungen ab. Obwohl der Aufwand variieren kann, zahlt sich Content-Marketing langfristig durch bessere Sichtbarkeit und höhere Kundenbindung aus.
Eine internationale Strategie passt Inhalte an verschiedene Länder, Sprachen und kulturelle Besonderheiten an. Dazu gehören lokalisierte Texte, länderspezifische Keyword-Recherchen, passende Bilder und die Auswahl geeigneter Kanäle für jeden Markt.
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Autor/in:
Nicole Schafforz
- Zuletzt bearb. 27/02/2026