Webseite für Suchmaschinen optimieren

14 Minuten Lesezeit

SEO Grundlagen - 7 Tipps für Anfänger

Die eigene Website für Suchmaschinen zu optimieren ist selbst für kleinere Unternehmen in den vergangenen Jahren schwieriger geworden. Schon lange geht es nicht mehr darum, Texte zu erstellen, die bestimmte Keywords in hoher Dichte enthalten, sondern darum, echten Mehrwert für die Leser zu schaffen. Das bedeutet, dass relevante Keywords gut recherchiert, die Optimierbarkeit eingestuft und anschließend Texte geschrieben werden müssen – also mehr Zeit und Budget erforderlich ist.

Nicht immer können kleine Unternehmen die Kosten einer Agentur stemmen, weshalb erste Schritte für das Google Ranking oftmals selbst in die Hand genommen werden. Jeder braucht Sichtbarkeit in Suchmaschinen, denn dies ist aktuell die gängigste Art und Weise zu recherchieren. Wenn auch Sie Ihre Website selbst optimieren möchten oder eine gute Grundlage für die spätere Zusammenarbeit mit einer Agentur schaffen wollen, sind diese 8 Tipps genau das Richtige für Sie.

 

Inhaltsverzeichnis

SEO Regel #1: Sorgen Sie für Sicherheit auf Ihrer Website

Haben Sie schon einmal von einem SSL-Zertifikat gehört? Ein SSL (Secure Socket Layer) Zertifikat dient dazu, dass der Datenaustausch zwischen einem Server und einem darauf zugreifenden Computer abgesichert ist. Falls Sie für Ihre Website kein SSL-Zertifikat haben, erscheint folgende Meldung beim Aufruf der Seite:

Google legt einen großen Wert auf Sicherheit, weshalb seit 2014 HTTPS als Ranking Faktor bestätigt wurde. Aber nicht nur für die Suchmaschinen ist das Einhalten dieser Regel wichtig, denn auch Nutzer sehen eine SSL-Verschlüsselung als selbstverständlich an. Haben Sie schon einmal eine Website aufgerufen und haben weitergeklickt, als eine Fehlermeldung kam? Vertrauen Sie dieser Seite? Viele Nutzer springen an dieser Stelle ab und besuchen eine Seite, die gesichert ist.

Um Ihre Website für Suchmaschinen zu optimieren, sorgen Sie also dafür, dass Ihre Website auf HTTPS umgestellt wird und vermeiden dadurch Rankingverluste. Es wird sich sowohl für Ihre SEO-Bemühungen als auch für eine geringere Absprungrate der Nutzer lohnen!

SEO Regel #2: Gestalten Sie Ihre URLs leserlich

Achten Sie bei der Erstellung von Unterseiten darauf, dass Ihre URLs sowohl für Nutzer als auch Suchmaschinen lesbar sind. Hier wird auch von “sprechenden URLs” gesprochen. Das heißt, dass URLs kurz sein sollten und zum Nutzer “sprechen” sollten. Eine SEO-freundliche Struktur ist nicht nur für Menschen leichter lesbar, sondern sorgt auch dafür, dass der Google Crawler besser lesen kann, worum es auf der Seite geht. 

Machen wir das an einem Beispiel deutlich. Was meinen Sie, um was es auf der Seite optimerch.de/suchmaschinenoptimierung/ geht? Genau, es geht um Suchmaschinenoptimierung. Auf onlineshop-xyz.de/schuhe/herrenschuhe finden Sie vermutlich Herrenschuhe. Was aber finden Sie unter der URL onlineshop-xyz.de/2190uea/?productid=5678? Weder der Nutzer, noch Google kann einschätzen, worum es auf der Unterseite geht – außer natürlich, die Seite erhält sehr viel Traffic. 

Schaffen Sie also für Google und den Nutzer diese Vorteile:

  1. Es wird erkannt, worum es geht 
  2. Nutzer klicken lieber (und eher) auf sprechende als kryptische Links
  3. Wenn Ihre Website extern verlinkt wird, haben Sie Ihr wichtiges Keyword auch in der URL
  4. Ihre URL wird in den Suchergebnissen angezeigt und die CTR erhöht, wenn der Nutzer erkennt, was er auf der Seite finden wird (Punkt 1 ☺)
  5. Ihre Seite ist sowohl optisch als auch algorithmisch strukturiert

Kurz gesagt: Verwenden Sie Kleinschreibung und kurze URLs mit Ihrem wichtigsten Keyword (ohne Spamming!) und achten Sie auf die Lesbarkeit. Verzichten Sie auf Leerzeichen, Umlaute sowie Sonderzeichen – Unterstrich und Bindestrich kann Google dagegen mittlerweile lesen. Und natürlich: Jede URL sollte es nur einmal geben. Sollte eine URL 2x entstehen, z.B. durch die unterschiedliche Groß- und Kleinschreibung, entsteht Duplicate Content.

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SEO Regel #3: Gestalten Sie Ihre Website nutzerfreundlich

Diese Regel betrifft vor allem die drei wichtigen Punkte Navigation, Responsive Design und Content. 

Navigation

Bei der Navigation geht es darum, dass der Nutzer schnell versteht, wie er sich durch das Menü Ihrer Webseite navigiert, um sein Ziel zu erreichen. Lassen Sie Ihre potenziellen Kunden nicht lange suchen. Sagen wir, Ihr Ziel ist es, über Ihre Webseite möglichst viele Kontaktanfragen zu generieren. Wie wäre es mit einem farblich hervorgehobenem Button im Menü? Dieser sticht hervor und der Nutzer sieht genau, wo er seine Anfrage stellen kann. 

Responsive Design

Im Zusammenhang zu SEO, aber auch generell zur Nutzung von Websites, ist es wichtig, dass Ihre Website auch über Mobilgeräte optimal ausgespielt wird. Nicht umsonst geht Google den Schritt zu “Mobile First” und unterscheidet nicht mehr zwischen Desktop-Index und Mobile-Index. Für eine gute mobile Bedienbarkeit sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Schnelle Ladezeit
  • Leserliche Schriftgrößen und -farben
  • Bedienbarkeit für Wurstfinger 😉 
  • keine Elemente zu nah beieinander platzieren

Testen Sie Ihre Website am besten mit dem MobileFriendly Tool von Google: https://search.google.com/test/mobile-friendly?hl=de

Content

Jede Unterseite Ihrer Website sollte inhaltlich ausgearbeitet und übersichtlich strukturiert sein. Suchmaschinen legen einen hohen Wert darauf, dass die Fragen, mit denen die Nutzer auf Ihre Website kommen, beantwortet werden. Setzen Sie sich bei der Optimierung Ihrer Webseite damit auseinander, welche Fragen Ihre Besucher haben und versuchen Sie diese so gut wie möglich zu beantworten. Liefern Sie einen Mehrwert und erläutern Sie, worin der Vorteil liegt, Ihr Produkt / Ihre Dienstleistung zu kaufen bzw. zu buchen. Warum sollte sich ein Nutzer für Sie entscheiden?

Ihre Inhalte sollten dabei inhaltlich stark und gleichzeitig so strukturiert sein, dass der Nutzer sie theoretisch auch überfliegen kann. Nutzen Sie kurze und knackige Überschriften, Absätze und Zwischenüberschriften, um dem Nutzer das Gefühl zu geben, dass er seine Antworten findet und hier richtig ist. 

Diese 4 Punkte sind für jede Unterseite wichtig:

  1. Konkrete Überschrift – Worum geht es?
  2. Kurze, knackige Absätze, die ausformuliert sind
  3. Zwischenüberschriften, die dem Leser zeigen, was ihn erwartet
  4. Markieren Sie wichtige Stellen fett und heben Sie diese für den Leser hervor
SEO Regel #4: Optimieren Sie die Meta Angaben

Wenn Sie die ersten drei Regeln eingehalten haben, müssen noch zwei Dinge bearbeitet werden, die nicht direkt auf den Seiten Ihrer Website sichtbar sind. Hierbei handelt es sich um die Meta Angaben, die sich in zwei Bereiche einteilen: Der Seitentitel (Meta Title) und die dazugehörige Beschreibung (Meta description).

Über das Backend Ihres CMS können Sie diese Daten eintragen. Wenn Sie zum Beispiel Ihre Website über WordPress betreiben, können Sie hierfür das Plugin Yoast SEO herunterladen. Nachdem Sie dieses Plugin installiert und aktiviert haben, rufen Sie die Bearbeitung einer Unterseite auf und können dort im unteren Bereich unter “Yoast SEO” die Meta Angaben anpassen.

Diese Meta Angaben sind diejenigen, die in den Suchergebnisseiten der Suchmaschinen angezeigt werden. Damit können Sie bestimmen, welche Informationen dem Nutzer erscheinen, ohne dass er die Website besucht. Die Meta Daten sind also das erste, was der Nutzer sieht. Daher gilt: Überzeugen Sie den Nutzer, Ihre Website zu besuchen! 

Wenn Sie dazu mehr erfahren möchten, lesen Sie gerne hier weiter: Wie schreibe ich eine gute Meta Description?

SEO Regel #5: Interne Links und Backlinks

Google liebt Verlinkungen – sowohl interne als auch externe. Denn diese sorgen dafür, dass Google bewerten kann, wie stark und wertvoll Ihre Website ist. Die ersten Verlinkungen, die Websitebetreiber immer setzen (müssen), sind die Links der Navigation, also des Menüs. Doch um Ihre Webseite für Suchmaschinen zu optimieren und dafür zu sorgen, dass die Crawler andere Unterseiten finden, müssen sinnvolle interne Linkstrukturen geplant und umgesetzt werden.

Bieten Sie dem Nutzer weiterführende Links an, die Sie am Besten direkt in die Texte einbauen (so wie wir es in diesem Artikel auch gemacht haben). Verzichten Sie dabei unbedingt darauf, als Link-Text (“Ankertext”) Begriffe wie “hier”, “mehr lesen”, “Erfahren Sie mehr” zu verwenden. Denn der Ankertext ist auch ein Hinweis für den Crawler darauf, was ihn auf der anderen Seite erwartet. Mit “hier” kann der Crawler also nichts anfangen und dementsprechend nichts bewerten.

Sorgen Sie dafür, dass alle Seiten innerhalb Ihrer Website verlinkt und dadurch für den Crawler auffindbar sind. Außerdem sollten Sie zum Beispiel durch Webverzeichnisse die Reputation Ihrer Website erhöhen und dadurch für Backlinks sorgen.

SEO Regel #6: Bilder richtig einfügen

Seiten, die nur Text enthalten, sind langweilig! Um Ihre Webseite für Suchmaschinen zu optimieren, sollten Sie unbedingt Bilder verwenden. Denn dadurch halten sich Nutzer viel lieber auf Ihrer Seite auf. Wahrscheinlich kennen Sie das: Sie suchen nach Informationen und landen auf einer Seite, die nur Text enthält. Im schlimmsten Fall ist dieser nicht einmal gegliedert und nutzt keine Listen, Tabellen oder ähnliches. Da gehen Sie doch lieber auf eine andere Seite, die das übersichtlicher macht und beispielsweise auch mit Grafiken arbeitet, oder?

Auf diese 7 Punkte sollten Sie beim Einfügen der Bilder achten:

  • Ändern Sie den Dateinamen in einen passenden Namen und verwenden Sie dabei keine Leerzeichen. Laden Sie die Bilder nicht einfach mit dem generierten Namen Ihrer Kamera hoch.
  • Fügen Sie einen ALT-Text und eine Bildbeschreibung hinzu, die für den Nutzer erscheint, wenn das Bild nicht geladen werden kann. Für Nutzer, die Sich Seiten vorlesen lassen, werden diese Texte vorgelesen.
  • Achten Sie darauf, dass Sie keine großen Bild- und Video-Dateien einfügen. Die Dateigröße sollte 300 KB nicht überschreiten. Langsame Ladezeiten führen zu höheren Absprungraten – vor allem auf Mobilgeräten!
  • Bilder und Videos sollten auch über Mobilgeräte optimal zu sehen sein. Schauen Sie sich Ihre Website in dieser Version an und passen Sie Bilder und Videos entsprechend an.
  • Nutzen Sie gängige Dateiformate wie PNG, JPG oder GIF.
  • Nehmen Sie Abstand von Stockfotos, da Google immer mehr Inhalte der Bilder erkennen und in Kontext setzen kann. Die Crawler erkennen also, dass sie dieses Bild schon unzählige Male auf anderen Seiten gesehen haben. Hier gilt ebenso wie für Ihren Content: Einzigartigkeit ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal.
  • Die Einzigartigkeit gilt ebenso für Einmaligkeit: Laden Sie jedes Bild nur einmal hoch, um Duplicate Content im Sinne von Bildern zu vermeiden. 

Die Verwendung von demselben Bild auf mehreren Seiten ist allerdings möglich. Wird ein Bild häufig eingebettet, stuft Google dieses Bild als besonders relevant und wertvoll ein. Das einzig Wichtige hierbei ist, dass das Bild nur über eine einzige URL erreichbar ist. Laden Sie das exakt gleiche Bild also nicht unter zwei Dateinamen hoch! 

Außerdem sollten Sie sich mit Tools wie Pagespeed Insights von Google zum Stichpunkt Ladezeiten bekannt machen. Darüber können Sie nachschauen, welche Dinge Sie bei der Pagespeed Optimierung beachten müssen.

SEO Regel #7: Grundlagen technisches SEO

Unter anderem gehört zu diesen Grundlagen, Fehlerseiten wie 404-Seiten zu beheben und die Indexierung und das Crawling Ihrer Website zu steuern.

Fehlerseiten können Sie durch Tools wie Screaming Frog (Free Version verfügbar) sehr leicht erkennen, da das Tool den Statuscode jeder Seite anzeigt. Über dieses Tool können Sie außerdem auch gleichzeitig überprüfen, ob Sie Regel #5 eingehalten haben. Denn das Tool findet nur diejenigen Unterseiten, die Google findet: Sollten also einige Ihrer Seiten fehlen, sind diese intern noch nicht verlinkt!

Auch die Site-Abfrage (bei Google site:ihredomain.de eingeben) dient dazu, Fehlerseiten aufzudecken. Gehen Sie die Suchergebnisse durch und leiten Sie alle Seiten, die eine Fehlermeldung zurückgeben, als 301 Redirect auf eine relevante Seite weiter. Seiten, die kaum Inhalte haben, sog. Zombie-Pages, sollten Sie ebenfalls löschen oder mit relevanten Inhalten ergänzen.

Für die Indexierbarkeit gilt, dass Sie eine Robots.txt anlegen, in der Sie verschiedenen Crawlern das Crawlen ermöglichen oder aber verbieten. Darüber können Sie steuern, was Google tatsächlich sehen darf – und was nicht. Melden Sie sich ebenfalls bei der Google Search Console an und reichen Sie dort Ihre Sitemap ein. Plugins wie das bereits genannte Yoast SEO stellen beispielsweise automatisch eine Sitemap zur Verfügung, dessen URL Sie in der Search Console eintragen und einreichen können.

Wenn Sie diese 7 Regeln einhalten, haben Sie bereits eine sehr gute Grundlage für die Webseitenoptimierung geschaffen. Sollten Sie Hilfe brauchen oder doch lieber den Rat eines Experten heranziehen wollen, rufen Sie uns gerne an oder füllen Sie unser Anfrageformular aus!

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