Was kostet SEO? Preise, Stundensätze und Budgets im Überblick
Wer wissen möchte, was eine SEO-Betreuung kostet, bekommt fast überall dieselbe Antwort: „Das kommt darauf an.“ Die Aussage trifft zu. Für die Budgetplanung ist sie jedoch wertlos.
Dieser Beitrag geht deshalb den umgekehrten Weg: zuerst die Zahlen, anschließend die Erklärung, warum sie so ausfallen, und am Ende eine Rechnung, mit der du für dein Unternehmen prüfen kannst, ob sich die Investition lohnt. Einschließlich der Fälle, in denen wir davon abraten.
Wie viel kostet die Optimierung deiner Website? Wir sehen sie uns kostenlos an.
Die kurze Antwort: Damit solltest du rechnen
Die meisten Unternehmen in Deutschland zahlen für eine laufende SEO-Betreuung zwischen 750 € und 5.000 € im Monat. Nach oben ist die Spanne offen, nach unten endet sie bei ungefähr 500 €. Darunter bleibt zu wenig Arbeitszeit übrig, um messbare Veränderungen zu erreichen. Die Rechnung dazu folgt im nächsten Abschnitt.
Die wichtigsten Richtwerte auf einen Blick:
| Leistung | Marktüblicher Preis (netto) |
| Laufende Betreuung, regional | 750 – 1.200 € pro Monat |
| Laufende Betreuung, bundesweit | 1.200 – 5.000 € pro Monat |
| Laufende Betreuung, international | ab 5.000 € pro Monat |
| Stundensatz Agentur | 90 – 180 € |
| Stundensatz Freelancer | 70 – 150 € |
| Tagessatz | 800 – 1.600 € |
| Einmaliger SEO-Audit | 2.500 – 8.000 € |
| SEO-Text, rund 1.200 Wörter | 350 – 900 € |
| Setup-Gebühr zu Projektbeginn | ein- bis dreifache Monatspauschale |
Alle Angaben sind Spannen, keine Festpreise. Wo dein Projekt darin landet, hängt von vier Faktoren ab, die wir gleich einzeln durchgehen.
Was du für dein Budget tatsächlich bekommst
Aussagekräftiger als der Preis ist die Arbeitszeit, die dahintersteckt. Genau diese kaufst du ein.
Ein Rechenbeispiel: Ein Monatsbudget von 750 € entspricht bei einem Stundensatz von 140 € gut fünf Arbeitsstunden, also weniger als einem Arbeitstag pro Monat. Das spricht nicht gegen kleine Budgets, die Erwartungen müssen jedoch dazu passen.

Daran wird deutlich, warum eine pauschale Antwort auf „Was kostet SEO?“ nicht möglich ist. Entscheidend ist nämlich weniger, welche Maßnahmen eingesetzt werden (technische Umsetzung, Linkaufbau und Monatsbericht gehören in jedes Paket bei uns), sondern wie viel davon gleichzeitig laufen kann. Bei fünf Stunden im Monat arbeitet man streng nach Priorität und nacheinander, bei zwanzig Stunden laufen Content, Technik und Linkaufbau nebeneinander.
Wie tief die Strategie geht, wie viel technische Umsetzung wir übernehmen oder ob wir nur koordinieren, wie schnell der Content wächst und wie planvoll der Linkaufbau läuft: Das hängt am Budget und daran, was dein Team selbst abdecken kann. Genau deshalb ist die Kostenfrage erst dann seriös beantwortet, wenn diese Punkte geklärt sind.
Warum SEO unter 500 € im Monat nicht funktioniert
500 € Monatsbudget entsprechen bei einem durchschnittlichen Agentur-Stundensatz keinen vier Arbeitsstunden. In der Zeit kann man ein Ranking beobachten und vielleicht eine Seite anfassen. Eine gute Strategie entsteht darin nicht.
Dazu kommt ein Kostenblock, den viele übersehen: Die Werkzeuge, mit denen eine Agentur arbeitet – Rankingüberwachung, Backlinkdaten, Crawler – kosten mehrere hundert Euro im Monat, unabhängig von der Größe des Projekts. Bei einem sehr kleinen Budget geht also ein spürbarer Teil für Werkzeuge und Berichte drauf, bevor überhaupt jemand an deiner Website gearbeitet hat.
Angebote für 99 € im Monat gibt es trotzdem. Dahinter steckt fast immer ein automatisch erzeugter Bericht, den niemand liest, und ein Eintrag in Verzeichnissen, die niemand besucht.
Liegt dein Budget darunter, empfehlen wir stattdessen eine einmalige Analyse mit priorisierter Aufgabenliste, die du selbst abarbeitest. Das führt weiter als eine laufende Betreuung ohne Handlungsspielraum.
Was den Preis nach oben und unten treibt
Vier Faktoren erklären fast jeden Preisunterschied zwischen zwei SEO-Angeboten.
Der Wettbewerb in deiner Branche
Jedes Keyword ist ein eigener Wettbewerb. Ob du dich gegen drei regionale Betriebe durchsetzen musst oder gegen Vergleichsportale mit eigener Redaktion, entscheidet über einen Aufwand von einem oder zehn Monaten. In Branchen, in denen große Marktplätze und Preisvergleiche die ersten Plätze besetzen, ist ein Spitzenplatz für allgemeine Suchbegriffe manchmal schlicht nicht wirtschaftlich. In diesen Fällen ist es wirtschaftlich sinnvoller, spezifischere Suchbegriffe zu besetzen, bei denen die Kaufbereitschaft ohnehin höher liegt.
Der Zustand deiner Website
Eine Website, an der bereits gearbeitet wurde, ist deutlich günstiger weiterzuentwickeln als eine, die erst aufgeräumt werden muss. Wenn mehrere Seiten sich gegenseitig Konkurrenz machen, Weiterleitungen ins Leere laufen oder die Seite auf dem Smartphone zu langsam lädt, geht das erste halbe Jahr für Reparatur drauf und nicht für Wachstum.
Umgekehrt gilt das genauso: Eine Website, die bereits für viele Suchbegriffe platziert ist, bringt neue Inhalte schneller nach vorn. Diese Vorarbeit ist bares Geld wert. Sie ist der Grund, warum derselbe Text auf zwei verschiedenen Websites völlig unterschiedlich abschneidet.
Wie weit du gefunden werden willst
Regionale Sichtbarkeit ist die günstigste Form der Suchmaschinenoptimierung, weil die Zahl der ernsthaften Wettbewerber überschaubar bleibt. Bundesweite Sichtbarkeit kostet ein Vielfaches. International kommen Sprachversionen, technische Auszeichnungen und länderspezifische Inhalte dazu – und der Aufwand vervielfacht sich noch einmal.
Wie viel du selbst übernimmst
Dieser Faktor wird am seltensten besprochen und beeinflusst das Budget am stärksten. Wenn dein Team Texte selbst schreibt, Freigaben in Tagen statt Wochen erteilt und uns zügig Zugang zum System gibt, brauchst du für dasselbe Ergebnis spürbar weniger externe Stunden. Die technische Umsetzung übernehmen wir in den meisten Projekten selbst, weil die wenigsten Teams das nebenbei leisten können.
Wenn die Agentur schreibt, umsetzt, nachfasst und wartet, zahlst du auch das Warten. Wir benennen den erforderlichen Umfang der Zuarbeit deshalb bereits im Erstgespräch. Nicht als Bedingung, sondern weil sich das Budget darüber am wirksamsten strecken lässt.
Warum Local SEO kleine Budgets am besten ausnutzt
Viele kleinere Unternehmen befürchten, dass sich SEO für sie nicht lohnt, weil ihr Budget nicht für einen bundesweiten Wettbewerb reicht. Die Annahme trifft zu, der Schluss daraus ist jedoch falsch: Ein bundesweiter Wettbewerb ist in diesen Fällen gar nicht das Ziel.
Bei der lokalen Suchmaschinenoptimierung liegt der Fokus auf Suchbegriffen mit regionalem Bezug. Dadurch schrumpft das Feld der Wettbewerber erheblich, gute Platzierungen sind auch mit kleinen Budgets erreichbar, und das geringere Suchvolumen ist kein Nachteil: Wer in deiner Stadt nach deiner Leistung sucht, ist ein deutlich wertvollerer Besucher als jemand aus dreihundert Kilometern Entfernung.
Ein Beispiel für denselben Betrieb:
- Allgemeiner Suchbegriff: Hausmeisterservice
- Lokaler Suchbegriff: Hausmeisterservice Dortmund
Der zweite Begriff ist günstiger zu besetzen und erzeugt Anfragen aus dem eigenen Einzugsgebiet.

Was würde SEO bei dir ungefähr kosten?
Vier Fragen, danach bekommst du eine Spanne für dein Monatsbudget. Es werden keine Daten übertragen oder gespeichert, die Rechnung läuft komplett in deinem Browser.
Grobe Orientierung auf Basis von Erfahrungswerten und unserem Stundensatz von 140 € netto. Kein Angebot: Was dein Projekt tatsächlich braucht, lässt sich erst nach einem Blick auf Website, Wettbewerb und Ziele sagen.
Abrechnungsmodelle: Was du wo unterschreibst
Der Preis allein sagt wenig aus, solange du nicht weißt, wofür er steht. Diese fünf Modelle sind im deutschen Markt üblich. Drei davon empfehlen wir, zwei nicht.
| Modell | Passt, wenn … | Darauf musst du achten |
| Monatspauschale | du eine laufende Betreuung mit planbaren Kosten willst | Die Leistungen müssen benannt sein, sonst kaufst du eine Blackbox |
| Stunden- oder Tagessatz | du ein eigenes Team hast und Beratung zukaufst | Kosten sind schlechter planbar, du brauchst Stundennachweise |
| Festpreis pro Projekt | die Aufgabe klar abgegrenzt ist, etwa Audit oder Relaunch | Für die laufende Optimierung ungeeignet |
| Umsatzprovision | nur in Kombination mit einer Grundpauschale | Markensuchen, Berechnungsgrundlage und Dateneinblick vorher klären |
| Bezahlung nach Ranking | aus unserer Sicht nie | Setzt Anreize für Suchbegriffe ohne Nachfrage und für kurzfristige Abkürzungen |
Monatspauschale
Das mit Abstand gängigste Modell: Du zahlst einen vorab festgelegten Fixbetrag pro Monat und bekommst dafür eine vereinbarte Leistung. Der Vorteil liegt auf der Hand – du weißt, was auf dich zukommt, und die Rechnung schwankt nicht mit dem Arbeitsaufwand.
Entscheidend ist, was im Angebot steht. Eine Monatspauschale ohne benannte Leistungen ist eine Blackbox. Lass dir aufschreiben, was pro Monat oder pro Quartal geliefert wird: wie viele Inhalte, welche technischen Arbeiten, wie viele Backlinks, welche Berichte und Termine. Dann kannst du am Jahresende prüfen, ob du bekommen hast, wofür du bezahlt hast.
Eine seriöse Agentur legt die Höhe der Pauschale erst fest, nachdem sie deine Ausgangslage, deinen Wettbewerb und deine Ziele gesehen hat. Wer dir ohne Blick auf die Website einen Monatspreis nennt, rät.
Warum zusätzlich eine Setup-Gebühr anfällt
Zu Beginn einer Betreuung fällt geballt Arbeit an, die im laufenden Monatsbudget keinen Platz hätte: Keywordrecherche, technische Analyse, Wettbewerbsanalyse, Aufbau der Messung, Festlegung der Strategie. Genau diese Arbeiten entscheiden aber darüber, ob die nächsten zwölf Monate etwas bringen.
Deshalb rechnen viele Agenturen einmalig eine Setup-Gebühr ab, üblicherweise in Höhe von ein bis drei Monatspauschalen. Das ist kein Aufschlag, sondern eine Vorleistung – und du solltest dafür etwas Greifbares bekommen: eine dokumentierte Analyse und einen priorisierten Maßnahmenplan, der dir auch dann gehört, wenn die Zusammenarbeit endet.
Stunden- und Tagessatz
Abgerechnet wird die tatsächlich geleistete Arbeit. Das ist das flexibelste Modell und passt gut für abgegrenzte Aufgaben, für Beratung neben einem eigenen Team oder für eine erste Zusammenarbeit auf Probe.
Agenturen in Deutschland liegen üblicherweise bei 90 bis 180 € pro Stunde, spezialisierte Freelancer bei 70 bis 150 €. Tagessätze bewegen sich entsprechend zwischen 800 und 1.600 €. Der Nachteil des Modells: Die Kosten sind schlechter planbar, und du brauchst Vertrauen, weil du von außen nur begrenzt beurteilen kannst, wie viel Zeit eine Aufgabe wirklich gebraucht hat. Lass dir deshalb Stundennachweise mit Tätigkeitsbeschreibung geben, nicht nur eine Summe.
Festpreis für ein abgegrenztes Projekt
Für Aufgaben mit klarem Anfang und Ende ist ein Festpreis das sauberste Modell: ein SEO-Audit, die Begleitung eines Relaunches, eine Keywordrecherche mit Seitenstruktur, ein Linkaudit. Du weißt vorher, was es kostet und was du bekommst.
Für die laufende Optimierung funktioniert das nicht, weil sich der sinnvolle nächste Schritt immer aus den Ergebnissen des letzten ergibt. Ein Festpreis über zwölf Monate zwingt beide Seiten, an einem Plan festzuhalten, der nach drei Monaten überholt sein kann.
Umsatzprovision
Die Agentur bekommt einen Anteil am Umsatz, der über die organische Suche entsteht. Klingt fair, ist in der Praxis aber schwer sauber umzusetzen. Drei Fragen musst du vorher klären, sonst gibt es Streit:
- Wie werden Suchanfragen nach deinem Firmennamen behandelt? Wer deine Marke sucht, hätte das Unternehmen ohnehin gefunden.
- Auf welcher Grundlage wird gerechnet – brutto oder netto, vor oder nach Retouren?
- Willst du einem Dienstleister diesen Einblick in deine Zahlen überhaupt geben?
In Kombination funktioniert das Modell besser: eine Grundpauschale, die die Arbeit deckt, plus eine Beteiligung oberhalb einer vereinbarten Umsatzschwelle. Dann tragen beide Seiten Risiko.
Erfolgsbasierte Abrechnung nach Ranking
Bezahlung dafür, dass ein Suchbegriff eine bestimmte Position erreicht. Davon raten wir ab – und zwar nicht, weil wir das Risiko scheuen.
Wer nur bei Zielerreichung bezahlt wird, optimiert auf das Ziel. Das am günstigsten zu erreichende Ziel ist ein Suchbegriff ohne Nachfrage. Platz 1 für eine lange, selten gesuchte Wortkombination ist schnell erreicht und erzeugt keine Anfragen. Dazu kommt, dass dieses Modell zu Abkürzungen verleitet, die kurzfristig wirken und langfristig deiner Domain schaden. Wenn die Zusammenarbeit dann endet, bleibt das Problem bei dir.
Agentur, Freelancer oder eigenes Team?
Die Kostenfrage endet nicht beim Agenturhonorar. Wer ehrlich vergleicht, muss alle drei Wege mit Vollkosten rechnen.
Kriterium | Freelancer | Agentur | Eigene Stelle im Haus |
Direkte Kosten | 70 – 150 € pro Stunde | 90 – 180 € pro Stunde, bei uns 140 € | 50.000 – 70.000 € Jahresgehalt plus rund 20 % Arbeitgeberkosten |
Werkzeuge | selten enthalten | im Honorar enthalten | zusätzlich 300 – 1.000 € pro Monat |
Fachliche Breite | meist ein Schwerpunkt | Technik, Inhalte und Links im Team | eine Person deckt selten alles ab |
Bei Ausfall | keine Vertretung | Vertretung im Team | Urlaub und Krankheit stoppen das Projekt |
Wissen bleibt | beim Dienstleister | beim Dienstleister, Dokumentation einfordern | im eigenen Unternehmen |
Vollkosten pro Monat | nach Aufwand | nach Aufwand | rund 6.000 – 8.000 € |
Die Faustregel aus unserer Erfahrung: Unterhalb von etwa 4.000 € Monatsbudget ist eine externe Lösung fast immer günstiger, weil du dir Werkzeuge, Weiterbildung und Vertretung teilst. Oberhalb davon lohnt sich der Aufbau einer eigenen Stelle – idealerweise mit einer Agentur daneben, die Spitzen abfängt und die Fachgebiete abdeckt, die eine einzelne Person nicht alle beherrschen kann.

Senken KI-Tools wie ChatGPT und Claude die SEO-Kosten?
Diese Frage bekommen wir inzwischen in fast jedem Erstgespräch. Die Erwartung dahinter: Wenn ihr mit ChatGPT, Claude und ähnlichen Systemen arbeitet, muss SEO doch billiger werden.
Die Antwort lautet: nein. Für dasselbe Budget entsteht jedoch deutlich mehr Wirkung.

Was KI-Systeme wirklich schneller machen
Richtig eingesetzt erreichen KI-Systeme Ergebnisse, für die wir als Menschen deutlich länger gebraucht hätten. Sie arbeiten sich durch große Datenmengen, erkennen Muster über tausende Adressen hinweg und finden Probleme, die bei einer manuellen Stichprobe schlicht nicht aufgefallen wären. In der technischen SEO ist das der größte Sprung der letzten Jahre.
Warum die Arbeit dadurch nicht weniger wird
Hier liegt der Denkfehler. Weil die Systeme mehr finden, wächst die Menge der offenen Aufgaben, statt zu sinken. Aus einer Analyse, die früher zwölf Befunde ergeben hätte, werden achtzig – und jeder davon will bewertet, priorisiert und umgesetzt werden.
Das ist keine schlechte Nachricht, im Gegenteil. Es ist eine erhebliche Chance. Die Arbeit verschwindet jedoch nicht, sie verschiebt sich: vom Suchen hin zum Bewerten und Umsetzen. Und Umsetzung kostet weiterhin Zeit.
Warum Erfahrung jetzt wichtiger ist als vorher
Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt auch die andere Seite: KI-Systeme verstehen nicht immer alles. Vor allem können sie keine belastbaren Rückschlüsse aus früheren Entscheidungen ziehen, die sie nicht kennen. Deshalb interpretieren sie einiges falsch – und zwar überzeugend falsch, was es gefährlicher macht als einen offensichtlichen Fehler.
Korrekturschleifen, gezielte Hinweise und Erfahrung sind deshalb entscheidend. Erst wenn du dem System erklärst, was in den letzten zwölf Monaten passiert ist, wie viel Budget das Projekt hatte und welche Strategie gefahren wurde, bekommen die Ergebnisse Qualität. Das gilt für die Strategie, es gilt für die Contenterstellung, und es gilt ganz besonders für die technische SEO.
„Richtig eingesetzt finden KI-Systeme Probleme, für die wir als Menschen deutlich länger bräuchten. Genau dadurch entsteht mehr Arbeit, nicht weniger. Und ohne Kontext zu den vergangenen zwölf Monaten ziehen sie die falschen Schlüsse.“
Genau dieser Kontext ist der Teil, den du bezahlst. Nicht den Zugang zum Werkzeug, den hat inzwischen jeder. Sondern die Einschätzung, was das Werkzeug übersieht.
Wann sich SEO rechnet – und wann nicht
SEO ist eine Investition, keine laufende Ausgabe. Der Unterschied: Eine Anzeige hört auf zu wirken, sobald du sie abschaltest. Eine Seite, die auf Platz 3 steht, bringt auch im Monat danach noch Besucher.
Das ist der eigentliche Grund, warum sich SEO auszahlt – und gleichzeitig der Grund, warum es am Anfang so unbefriedigend ist. In den ersten Monaten liefert ein Anzeigenbudget messbar mehr Besucher als dasselbe Geld in der Optimierung. Nach ungefähr einem Jahr dreht sich das Verhältnis, und ab da wächst der Zulauf weiter, ohne dass du das Budget erhöhen musst.
Belastbare Bewegung siehst du in der Regel nach vier bis sechs Monaten, deutliche Ergebnisse nach neun bis zwölf. Zusagen über deutlich kürzere Zeiträume sind unseriös.
So rechnest du deinen Break-even aus
Statt zu fragen, ob SEO sich lohnt, rechne aus, was passieren müsste, damit es sich lohnt. Dafür brauchst du nur zwei Zahlen: dein Monatsbudget und deinen Deckungsbeitrag pro Abschluss.
Monatsbudget geteilt durch Deckungsbeitrag je Abschluss ergibt die Zahl zusätzlicher Abschlüsse pro Monat, ab der sich die Betreuung selbst trägt.

Ein Handwerksbetrieb zahlt 900 € im Monat. An einem durchschnittlichen Auftrag verdient er 400 €. Er braucht also 2,25 zusätzliche Aufträge im Monat, damit sich die Betreuung selbst trägt. Bei einer üblichen Anfragequote sind das etwa 150 zusätzliche Besucher auf den richtigen Seiten. Das ist realistisch.
Ein Onlineshop zahlt 2.500 € im Monat, hat einen durchschnittlichen Warenkorb von 80 € und eine Marge von 30 %, also 24 € pro Bestellung. Er braucht rund 105 zusätzliche Bestellungen im Monat. Bei einer Konversionsrate von 2 % sind das etwa 5.250 zusätzliche Besucher. Auch machbar – aber es zeigt sofort, dass hier andere Suchbegriffe nötig sind als beim Handwerksbetrieb.
Die Rechnung ist bewusst grob. Sie ignoriert, dass viele Kunden wiederkommen und dass Sichtbarkeit auch auf Anfragen einzahlt, die am Ende telefonisch abgeschlossen werden. Genau deshalb ist sie brauchbar: Wenn schon die vorsichtige Rechnung aufgeht, ist die Entscheidung einfach.
Wann du dein Geld besser woanders investierst
Es gibt Situationen, in denen wir von einer laufenden SEO-Betreuung abraten. Das kostet uns Aufträge, erspart beiden Seiten aber ein Jahr ohne verwertbares Ergebnis.
- Die Website wird in den kommenden Monaten neu aufgebaut. Dann optimierst du etwas, das es bald nicht mehr gibt. Sinnvoller ist eine Beratung, die den Relaunch begleitet, damit die Sichtbarkeit den Umzug übersteht.
- Für das Angebot besteht noch keine Nachfrage. Bei wirklich neuen Produkten gibt es noch keine Nachfrage, die man abholen könnte. Hier wirken Anzeigen, soziale Netzwerke oder Vertrieb schneller. SEO wird interessant, sobald Menschen anfangen, nach deiner Lösung zu suchen.
- Du brauchst Umsatz in den nächsten acht Wochen. Dafür ist SEO das falsche Werkzeug. Das ist ein Fall für bezahlte Anzeigen.
- Es gibt keine Ansprechperson für Freigaben. Wenn Texte drei Monate auf eine Freigabe warten, zahlst du für Stillstand. Das ist der häufigste Grund, warum Projekte nicht laufen – und er hat nichts mit dem Budget zu tun.
Vorsicht bei diesen Versprechen
Bei der Agentursuche stolperst du fast zwangsläufig über Angebote, die zu gut klingen. Drei Aussagen sollten Anlass zur Prüfung geben.
„Wir bringen Sie garantiert auf Platz 1.“ Kein Dienstleister kontrolliert die Rangfolge bei Google. Die genauen Bewertungsfaktoren sind nicht öffentlich, der Algorithmus ändert sich mehrmals im Jahr, und niemand kann vorhersagen, wie viel deine Wettbewerber im nächsten Quartal investieren. Eine Seite, die heute vorn steht, kann nach einem Update zurückfallen, ohne dass irgendjemand etwas verändert hat. Was eine Agentur zusagen kann, sind Leistungen. Keine Positionen.
„Erste Ergebnisse in vier Wochen.“ Allein bis eine neue Seite überhaupt im Index ist, können Wochen vergehen. Gute Platzierungen für umkämpfte Begriffe sind meist erst nach einem halben Jahr messbar.
„Wir haben einen Kontakt bei Google.“ Den gibt es nicht. Auch bezahlte Anzeigen verschaffen dir keinen Vorteil in den organischen Ergebnissen.
Fast genauso wichtig ist das, was eine Agentur dir ungefragt zeigt. Kommst du jederzeit an deine Daten? Bleiben die Zugänge zu Analytics, Search Console und deiner Website in deinem Besitz? Gehören die erstellten Inhalte dir? Wer diese Fragen ausweichend beantwortet, baut Abhängigkeit auf statt Sichtbarkeit.
Was kostet SEO bei optimerch?
Die einzige Garantie, die wir geben, ist die auf unsere Arbeit. Nicht auf Google.
Wir arbeiten überwiegend mit einer monatlichen Pauschale, deren Höhe wir erst nennen, nachdem wir Website, Wettbewerb und Ziele geprüft haben. Dazu kommen einmalige Leistungen wie Analysen oder Texterstellung, die wir auf Stundenbasis abrechnen.
Eine Mindestlaufzeit stimmen wir individuell ab. Aus Erfahrung sagen wir aber offen: Weniger als sechs Monate ergeben bei SEO selten Sinn, weil in dieser Zeit kaum messbar ist, ob die Maßnahmen wirken. Ob eine Zusammenarbeit weitergeht, sollte an Zahlen hängen und nicht an einem Vertrag.
Deinen Bericht bekommst du bei uns am ersten Tag jedes Monats, rückwirkend für den Vormonat. Das gilt für jeden Kunden, unabhängig vom Budget.
Was du bekommst, bevor Geld fließt: eine kostenlose Ersteinschätzung. Wir sagen dir, welche Suchbegriffe für dich realistisch erreichbar sind und mit welchem Budget. Auch dann, wenn die Antwort lautet, dass ein anderer Kanal derzeit die bessere Investition ist.
Unser Serviceversprechen:
- Feste Ansprechpersonen mit Projektkenntnis
- Ein priorisierter Maßnahmenplan, der dir gehört
- Zugänge und Inhalte bleiben in deinem Besitz
- Belastbare Referenzen mit echten Zahlen


Häufige Fragen zu SEO-Kosten
Für eine laufende Betreuung zahlen die meisten Unternehmen in Deutschland zwischen 750 € und 5.000 € netto im Monat. Regionale Projekte liegen am unteren Ende, bundesweiter Wettbewerb und Onlineshops deutlich darüber.
Agenturen in Deutschland liegen üblicherweise zwischen 90 und 180 € pro Stunde, spezialisierte Freelancer zwischen 70 und 150 €. Unser Stundensatz beträgt 140 €. Tagessätze bewegen sich entsprechend zwischen 800 und 1.600 €.
Nein. Bei marktüblichen Stundensätzen entspricht das weniger als einer Arbeitsstunde im Monat. Solche Angebote bestehen in aller Regel aus automatisch erzeugten Berichten und Verzeichniseinträgen ohne Wirkung.
Erste Bewegung siehst du meist nach vier bis sechs Monaten, belastbare Ergebnisse nach neun bis zwölf. Bei einer Website ohne Vorgeschichte dauert es länger als bei einer, die schon Platzierungen hat.
Für eine aussagekräftige Analyse mit priorisiertem Maßnahmenplan solltest du je nach Größe der Website mit 2.500 bis 8.000 € rechnen. Für sehr kleine Websites geht es darunter, für große Shops deutlich darüber.
Ein recherchierter Text von rund 1.200 Wörtern liegt je nach Fachlichkeit zwischen 350 und 900 €. Darin steckt nicht nur das Schreiben, sondern Recherche, Abstimmung, Optimierung und Einpflegen – üblicherweise zehn bis fünfzehn Arbeitsstunden.
Nicht zwingend, aber es ist meistens sinnvoll. Weniger als sechs Monate reichen bei SEO selten aus, um die Wirkung überhaupt beurteilen zu können. Achte darauf, dass du nach dieser Zeit anhand von Zahlen entscheiden kannst und nicht automatisch für ein weiteres Jahr gebunden bist.
Teilweise, ja. Inhalte schreiben, Bilder optimieren und das Unternehmensprofil pflegen kannst du gut selbst übernehmen, und genau das senkt dein Budget spürbar. Die technische Umsetzung übernehmen in der Praxis fast immer wir, weil die wenigsten Teams das nebenbei leisten können. Dasselbe gilt für Wettbewerbsanalyse und Linkaufbau: Beides braucht Werkzeuge und Erfahrung, die sich für ein einzelnes Unternehmen selten rechnen.
Nein. KI-Systeme finden Probleme schneller, als Menschen es könnten – dadurch gibt es aber mehr umzusetzen, nicht weniger. Ohne Kontext zu Vorgeschichte, Budget und Strategie interpretieren sie zudem vieles falsch. Bewertung und Umsetzung bleiben Arbeit, die bezahlt werden muss.
