Recap: OMT 2020 – virtuell, infor­mativ, humorvoll

Inhalts­übersicht

Am 17. November war es so weit: Die OMT Konferenz versam­melte auch in diesem Jahr wieder Top-Speaker und Marketer zu span­nenden Vorträgen und Insights rund um das Online-Marketing. In Zeiten von Corona eine echte Heraus­for­de­rung, die, wie wir schon einmal lobend zurück­geben können, mit Bravour gemeis­tert wurde: Die Orga­ni­sa­tion war top, die Technik funk­tio­nierte bis auf ein paar kleine Patzer gut und die virtu­ellen Vorträge waren durch die Bank infor­mativ und praxisnah! Hier folgt nun unser kleiner Rückblick auf die Konferenz, inklusive unserer Key-Takeaways aus den Vorträgen.

Virtuell und trotzdem inter­aktiv, geht das? Beim OMT definitiv Ja!

Klar, virtuell ist immer anders als vor Ort, wo man mit Speakern und Teil­neh­mern persön­lich in Kontakt treten kann, aber dank der guten Orga­ni­sa­tion und der schlau gewählten Plattform kam selbst virtuell die Inter­ak­tion nicht zu kurz. Das Besondere: Während die Speaker vor Ort waren, konnten sich Teil­nehmer wie wir über die Plattform zuschalten. Der OMT hat dabei alles gegeben, damit sich die Teil­nehmer persön­lich ange­spro­chen und inte­griert fühlen, das fing schon beim Begrü­ßungs­video an und sollte die Konferenz über auch so bleiben: Dank Live-Chat, Speed-Dating, Live-Website-Clinic, Gruppen-Chat, Pausen­ge­sprä­chen in der virtu­ellen Lobby und der kinder­leichten Menü­füh­rung fühlte es sich fast so an, als wären wir alle gemeinsam vor Ort gewesen, Daumen hoch dafür!

Der inter­ak­tive Gedanke bestimmte dabei ja auch schon die Planung der Konferenz, denn die Teil­nehmer stimmten vorab über die einge­reichten Vorträge ab. Nur die bei der Community belieb­testen Themen schafften es dann als Vortrag in die Konferenz, so war für jeden was dabei.

Spannende Vorträge und ganz viel Humor – so gehen Online-Konfe­renzen heute! 

Von reinen SEO-Themen über Social Media bis hin zu Perfor­mance Marketing und besonders aktuellen Insights zu UX, Google Shopping oder LinkedIn – die breite Themen­viel­falt war eine gute Mischung aus verschie­denen Bereichen des Online-Marke­tings und hat dank der hervor­ra­genden Vorträge und gut vorbe­rei­teten Speakern echte Denk­an­stöße bereit­ge­halten. Auch wir haben viel Neues erfahren und erprobte Beispiele für die Praxis mitge­nommen. Die Vorträge waren wirklich praxis­ori­en­tiert und haben nicht nur Infos für Anfänger, sondern auch News für Profis geliefert. Das hat uns insgesamt super gefallen!

Gesund­heit geht vor, der Spaß kommt nach 😉

Neben den wirklich guten Vorträgen war es aber vor allem auch das Gefühl, mit dabei zu sein und die Extra-Portion Entspannt­heit und Humor, was die Corona-bedingte Online-Konferenz vom OMT besonders gemacht hat. In dem Live-Chat zu jedem Vortrag wurde es auch uns Teil­neh­mern ermög­licht, uns zum gerade bespro­chenen Thema auszu­tau­schen und in Kontakt zu treten. Die Mode­ra­toren haben auf Fragen schnell reagiert und auch Info­ma­te­rial gab es zu dem ein oder anderen Vortrag dazu. 

Mit ganz viel Humor und einer angenehm lockeren Stimmung wurden dann auch die Pausen in der Lobby über­brückt. Mario vom OMT und Robin von morefire sorgten mit sympa­thi­schen Rate­spielen und inter­es­santen Gesprä­chen für eine hohe Betei­li­gung im Gruppen-Chat zwischen den Vorträgen. Kein Vergleich also zu manch anderer, eher dröger virtu­eller Konferenz, bei denen sich oft Vortrag an Vortag reiht und der Tag höchstens noch mit einem Fazit des Mode­ra­tors geschlossen wird. Wir fanden das inno­va­tive Modell aus Online-Vorträgen und virtu­eller Inter­ak­tion wirklich gelungen und würden uns das auch für andere Events wünschen.

Das Nach­mit­tags­pro­gramm – unter­haltsam aber mit Luft nach oben

Der Späte Nach­mittag startete dann mit Bingo, was wirklich unter­haltsam und lustig war, aber aufgrund von tech­ni­schen Schwie­rig­keiten zu einem kleinen Durch­ein­ander ausartete. Das geht nächstes Jahr auf jeden Fall besser!

Die Website Clinic hat uns aber wie immer gut gefallen. Ein tolles Format, bei dem 8 Experten die Website eines Unter­neh­mens analy­sierten. Ein lustiges Spektakel mit viel Input für die Zuschauer aber vor allem natürlich für den Seiten­be­treiber. Einziges Manko: Die Experten hatten jeder nur wenige Minuten, um ihre Anmer­kungen vorzu­tragen, das sorgte natürlich für extrem schnelle Vorträge, denen man nicht immer ganz folgen konnte. Viel­leicht nimmt man sich im nächsten Jahr doch etwas mehr Zeit für die Website Clinic.

Der Abschluss des Abends wurde mit Jean Pereira, Hacker und coole Socke, einge­leitet. Sein Vortrag war für SEOs und damit für unseren Geschmack aber leider zu technisch, weil es haupt­säch­lich darum ging, wie die smarte Heizung der Nachbarn gehackt und hoch­ge­re­gelt werden könnte, weniger aber um Online-Marketing-Themen. Unter­haltsam war’s trotzdem und cool, dass sich Jean für uns Marketer die Zeit nimmt und uns mal mit in seine Welt nimmt, auch wenn wir jetzt noch mehr Angst vor IoT haben!

Unsere Key-Takeaways vom OMT 2020

Einige Themen sind uns besonders im Gedächtnis geblieben und von vielen Vorträgen konnten wir Wissen für die Online-Marketing-Praxis mitnehmen. Unsere wich­tigsten Takeaways möchten wir gerne mit euch teilen:

Content Seeding 

Gute Inhalte sind nach wie vor King. Was bringen sie aber, wenn sie nicht proaktiv verbreitet und stra­te­gisch platziert werden? In der Regel nichts! Deshalb ist Content Seeding so wichtig. Über ziel­grup­pen­ge­rechte, hoch­wer­tige Inhalte, die per Outreach von passenden Multi­pli­ka­toren geteilt werden, erhält man natür­liche Backlinks, die auch John Müller zufrie­den­stellen und von ihm als gutes Beispiel für Link­buil­ding genannt werden. Wichtig: Die Aufbe­rei­tung der Inhalte macht den Unter­schied: Beliebt sind vor allem humor­volle Ansätze, aktuelle News, leicht zu verste­hende Grafiken, hoch­wertig erstellte E‑Books und Co.

Der Semantic Turn und die Google Suche

Google erkennt Zusam­men­hänge in den Such­ergeb­nissen immer besser und kann Nutzer­an­fragen immer gezielter beant­worten. Dafür benötigt Google aktuell aber noch struk­tu­rierte Daten. Die Zukunft sieht aber anders aus, denn Google schafft es bereits heute schon, Infor­ma­tionen aus einem Text auf der Website ohne diese Daten auszu­lesen und kann selbst Entitäten anlegen. Die Entwick­lung ist besonders für Seiten­be­treiber aber nicht immer nur positiv, denn Google klaut mit Knowledge Graph und Co. Traffic. Nutzer sehen ihre Antwort direkt in kleinen Boxen und müssen eine Website nicht mehr besuchen. Die Entwick­lung geht aber noch weiter. 

In Zukunft wird Google für uns noch mehr zum Konkur­renten, denn in dem Video: “Trillions of Questions, No Easy Answers: A (home) movie about how Google Search works” erklärt Google selbst, dass der orga­ni­sche Bereich in den SERPs in Zukunft nicht mehr für trans­ak­tio­nale Keywords gedacht sei. Traffic für diese Such­an­fragen soll in Zukunft nur noch über Ads kommen. Das macht erstmal Angst, ist aber eine mögliche Entwick­lung, die Marketer im Auge behalten müssen. Experten sind sich einig: Vor allem EAT (Expertise, Authority, Trust­wort­hi­ness) wird in Zukunft noch wichtiger.

Google Analytics belügt uns in Sachen Traffic

Google Analytics verrät uns, wie viele Nutzer auf unsere Website über die orga­ni­sche Suche zugreifen. Diese Zahl ist oft größer, als man denkt. Google Analytics belügt uns, wenn wir nur den einfachen Tracking Code einbauen. Der Referral Traffic ist nämlich auch die Wirkung von SEO und wird der “organic Search” nicht zuge­ordnet. Referral Traffic ist Traffic von anderen Such­ma­schinen, beispiels­weise Web, Gmx, T‑Online sowie Ecosia.

Früher war es möglich, diese Quellen der orga­ni­schen Suche bei Google Analytics unter “Verwal­tung” > mittlere Spalte > “Tracking Infor­ma­tionen der — Quellen der orga­ni­schen Suche” hinzu­zu­fügen, aller­dings ist das nicht nur mühselig, sondern führt heute leider auch nicht mehr zum Erfolg. Die Quellen werden nicht mehr als Such­ma­schine erkannt, da die Referrer-URLs keine Spuren des Such­pa­ra­me­ters mehr aufweisen. Die Alter­na­tive: Statt Einstel­lungen in Google Analytics vorzu­nehmen, Ände­rungen im Code vornehmen. Dazu ist die Google Analytics Code-Ergänzung sinnvoll.

Pagespeed Opti­mie­rung 2.0

Puh, tech­ni­sches SEO! Immer wieder ein span­nendes Thema und oft in Vorträgen viel zu schnell erklärt, damit der zeitliche Rahmen nicht gesprengt wird. Pagespeed Opti­mie­rung ist kein neues Thema, aber die Ankün­di­gung des Google Updates im Mai 2021 zum Thema Core Web Vitals bringt uns dazu, einige tech­ni­sche Dinge in Angriff zu nehmen. Die wich­tigsten Stich­punkte dabei sind Lazy­loading, die Nutzung von Java­Script und CSS.

Zum Thema Lazy­loading wird empfohlen, “lazysizes.min.js” herun­ter­zu­laden und asynchron im body-Tag der Website einzu­bauen und den Code direkt in den Templates zu modi­fi­zieren. Diese Schritte müssen dabei umgesetzt werden:

Eine Anleitung zum Nachlese wird gleich mit an die Hand gegeben.

Alle weiteren Inhalte einer Website sollten nicht über Java­Script einge­bunden werden, sondern über CSS3. Dies gilt zum Beispiel für sämtliche UI und UX Funk­tionen wie Slider, Grafiken, Tabbed Content Boxen, Accor­dions und Menüs. Wieso? Java­Script ist eine Fehler­quelle für Google. Wenn Accor­dions so einge­bettet sind, dass sie nur mit Java­Script funk­tio­nieren, der Google Bot aber Java­Script nicht ausführen konnte, bleiben diese Inhalte verborgen und können nicht bewertet werden.

In der Regel sind Plugins auch okay, um beispiels­weise Lazy­loading zu nutzen. Das Problem bei Plugins ist nämlich, dass sie oft mit einem riesigen “overhead” kommen – die kleine Java­Script-Datei reicht völlig aus.

Unser Fazit zum OMT 2020

Uns hat das Online-Event wirklich gut gefallen. Die Vorträge und Refe­renten waren super vorbe­reitet, die Themen viel­fältig und es gab unzählige Tipps für die Praxis. Das Event war top-orga­ni­siert, die Menü­füh­rung wirklich über­sicht­lich und die Pausen zwischen den Vorträgen haben zum Austausch unter­ein­ander angeregt. Sympa­thi­sche Mode­ra­toren und Orga­ni­sa­toren haben das gesamte Programm unter­haltsam gemacht und das Nach­mit­tags- bzw. Abend­pro­gramm war dank Website Clinic und Jean Pereira ein gelun­gener Abschluss. Die kleinen tech­ni­schen Pannen und teilweise zu schnelle Vorträge übersehen wir da gerne und freuen uns auch nächstes Jahr wieder auf den OMT, dann viel­leicht ja wieder vor Ort! 

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