Mobil-opti­mierte Homepages sind Pflicht

Inhalts­übersicht

Mobiles Web Design bzw. Respon­sive Web Design ist in unserer Branche mit Sicher­heit das popu­lärste Thema. Kaum ein Blog, der nicht über das Thema schreibt. Keine renom­mierte Agentur, die es nicht im Angebot hat. Und dennoch gibt es noch viel zu viele Web Design Agenturen, die sich mit dem Thema nicht ausrei­chend ausein­an­der­setzen. Teilweise wird das Thema immer noch relativ stief­müt­ter­lich behandelt — letztlich zu lasten der Kunden.

Wer sich mit Web Design nicht auskennt, kann von Glück sagen, wenn einem überhaupt bewusst ist, dass man Homepages heut­zu­tage speziell auch für mobile Geräte entwi­ckeln sollte. Dabei verstehen die meisten aller­dings haupt­säch­lich, dass sich der Home­page­inhalt etwas verändert auf kleinen mobilen Geräten darstellt und das Menü unter dem mitt­ler­weile in Verruf geratenen “Hamburger”-Menü versteckt. Tragi­scher­weise deckt sich das oft mit dem, was Agenturen darunter verstehen. In Wirk­lich­keit sind das aber noch die simpelsten Anpas­sungen. Doch wenn die Agentur schon aus mangelnder Kompetenz nicht richtig beraten kann, wie soll dann der Kunde eine gute Website erhalten?

Das elendige Thema des Budgets: Warum sollte man in eine mobil-opti­mierte Website investieren?

Zuge­ge­be­ner­maßen ist oftmals das Budget der Kunden ein Problem, das dazu führt, dass Webseiten nicht richtig optimiert für Handys, Phablets und Tablets erstellt werden. Opti­mie­rungen sind teuer und wollen bezahlt werden und wer hat heut­zu­tage schon noch Geld? Auch wir stehen vor dem Problem, dass erstmal das Budget ausschlag­ge­bend ist. Das Endpro­dukt muss sich da fügen. Durch richtige Aufklä­rung ließe sich da aber noch einiges tun, da die Konse­quenzen mitunter fatal sein können.

Aus diesem Grund möchten wir hier ein paar Zahlen auf den Tisch legen, die verdeut­li­chen, wieso man als Web-Agentur ganz dringend und ganz schnell sein Wissen zu dem Thema extrem aufbauen und wieso man als Unter­nehmer auf mobil-opti­mierte Homepages bestehen sollte — auch wenn man dafür das Budget anfangs aufsto­cken muss.

Grund­sätz­lich muss man wissen, dass weltweit mehrere Milli­arden Menschen ein Smart­phone besitzen — Tendenz steigend. Bei einer Welt­be­völ­ke­rung von ungefähr 8 Milli­arden eine nicht zu unter­schät­zende Zahl. Vor allem, wenn man sich überlegt, dass gerade mal 4 Milli­arden eine Zahn­bürste besitzen. Das alleine sagt aber natürlich noch nichts darüber aus, wie viele Smart­phone-Besitzer überhaupt über das Handy Webseiten besuchen, Suchen durch­führen oder Dinge kaufen.

Immer mehr Nutzer verwenden Mobil­ge­räte im Alltag

Da jeder Facebook kennt, hasst, liebt oder nutzt, schauen wir uns doch die Entwick­lung des Nutzungs­ver­hal­tens der aktiven Facebook-Mitglieder an. Inter­es­sant ist, dass die Nutzung von Facebook auf nicht-mobilen Geräten, wie dem Laptop über die letzten Jahre relativ konstant geblieben ist. Zeit­gleich dazu hat sich die Nutzung der mobilen Facebook-Webseite und App aller­dings so stark erhöht, dass Facebook-Mitglieder seit Ende 2011 mehr mobil über Facebook inter­agieren als am Desktop-PC oder Notebook. Die zuneh­mende Anzahl an Nutzern, die ausschließ­lich über mobile Geräte auf Facebook zugreift, deutet darüber hinaus deutlich auf die stark anstei­gende Nutzung mobiler Webser­vices hin.

Soziale Netzwerke wie Facebook sind mit Sicher­heit aufgrund ihrer kurzen, einfachen und wenig zeit­in­ten­siven Einzel­hand­lungen präde­sti­niert dafür, diese auf dem Handy zu nutzen. Nicht alle Homepages dürften demnach so stark von mobilen Opti­mie­rungen profi­tieren, wie ein Facebook… oder viel­leicht doch?

Werfen wir einen Blick darauf, wie sich Handy­nutzer im mobilen Web verhalten.

Fast die Hälfte der Handy­nutzer sind also frus­triert, wenn eine Homepage auf dem Handy nicht richtig oder kompli­ziert zu bedienen ist. Frust ist sicher keine Eigen­schaft, die man mit seinem Unter­nehmen verbinden will. Darüber sollte man sich viel­leicht mal Gedanken machen. Schlimmer noch, dass vier Fünftel nicht mehr zur Homepage zurück­kehren, wenn sie etwas nicht finden können, weil die Bedienung viel zu kompli­ziert oder undurch­sichtig für die Benutzung auf kleinen Smart­phones ist. Bares Geld, das einem so durch die Finger geht.

Das gilt sowohl für Online­händler als auch für lokale Unter­nehmen. Wer ein Smart­phone hat, besorgt sich heut­zu­tage unterwegs alle Infor­ma­tionen über ein Unter­nehmen und entscheidet dann, wo man hingeht. Wer da keine schnelle, einfach bedien­bare und infor­ma­tive Homepage besitzt, verliert schnell den Anschluss an besser vorbe­rei­tete Konkur­renz­un­ter­nehmen.

Mobil­ge­räte werden nicht nur von Unterwegs genutzt

Erstaun­lich ist auch, dass die mobile Suche entgegen aller Erwar­tungen nicht haupt­säch­lich unterwegs genutzt wird. Ganze 76% nutzen die mobile Suche zu Hause oder am Arbeits­platz. Im Zusam­men­spiel mit der Tatsache, dass 55% der mobilen Such­an­fragen zu einer Folge­hand­lung (Kauf, genauere Recherche, Anruf, Besuch einer Lokalität,…) innerhalb einer Stunde führen, sollte jeder das Potenzial dahinter erkennen. Recher­chen auf einem üblichen Desktop-PC führen dahin­gegen lediglich in 30% der Fälle zu einer Folge­hand­lung innerhalb eines Monats. Wenn das nicht mal enttäu­schend ist. 

Wer jetzt noch nicht davon überzeugt ist, was eine richtige Opti­mie­rung der Homepage für mobile Geräte bewirken kann, dem wollen wir die folgende Zahl noch vorlegen: boingo.com konnte durch die Redu­zie­rung der Einga­be­felder im Bestell­pro­zess von 23 auf 12 Felder den Umsatz um 34% steigern. Aber selbst da gibt es noch Raum für Opti­mie­rungen. Zusam­men­fas­send lässt sich sagen, dass die Opti­mie­rung von Webseiten für den mobilen Markt eigent­lich schon vor Jahren hätte beginnen müssen. Wer jetzt nicht aufspringt verliert wichtige Markt­an­teile gegenüber den Konkur­renten, die hier schon investieren. 

Wir sollten an dieser Stelle auch erwähnen, dass Google kürzlich eine Verän­de­rung in der Darstel­lung der ange­zeigten Such­ergeb­nisse auf mobilen Geräten einge­führt hat. Wer keine opti­mierte Webseite vorzu­weisen hat, wird bei mobilen Such­an­fragen nicht mehr so hoch gerankt wie früher. Google geht hier ganz aktiv gegen Homepages vor, die nicht mobil-optimiert sind. Die Opti­mie­rung für mobile Endgeräte hat aber eben nicht nur damit zu tun, Inhalte der Desktop-Version der Homepage unter­ein­ander zu stapeln und alle Menü­punkte hinter einem Icon zu verste­cken. Vielmehr geht es darum, das Inhalte und User-Interface mit einem für mobile Geräte möglichst optimalen Konzept versehen werden.

Darüber hinaus muss von Anfang darauf geachtet werden, dass die Homepage schnell lädt. Geschwin­dig­keit ist bei diesem Thema mit der wich­tigste Punkt. Denn wenn die Homepage eine optimal gestal­tete Ober­fläche besitzt, dafür aber unheim­lich langsam lädt, wird man bei seinen Kunden nicht punkten und diese sogar an die schnel­lere Konkur­renz verlieren. Wie oft hast du schon unterwegs nach der nächsten Bahn­ver­bin­dung gesucht, nur um von einer auf die andere Homepage zu wechseln, weil diese viel zu lange gebraucht hat, um Such­ergeb­nisse anzu­zeigen? Ich denke, viele Nutzer der öffent­li­chen Verkehrs­mittel werden dieses Spielchen schon mitge­macht haben.

Schließen will ich letztlich damit, dass wir alle verstehen müssen, dass die Opti­mie­rung der Geschwin­dig­keit einer Webseite der wich­tigste Faktor dabei ist, wie Kunden diese erleben und empfinden.

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