Mit SEO aufhören

9 Minuten Lesezeit

Was passiert, wenn man mit SEO aufhört? Bleibt alles beim Alten, stürzt die Seite ab oder wird sie sogar besser?

Es läuft gut bei deiner Website und du kannst dich dank SEO über viele Top-Platzierungen bei Suchmaschinen wie Google und mehr Traffic auf deiner Seite freuen? Wo es jetzt doch so gut läuft, überlegst du, ob man sich die Mühe oder die Kosten für SEO dann nicht auch sparen könnte? Wir zeigen dir, was passiert, wenn du mit SEO aufhörst, dich also zum Beispiel nicht mehr um neue Inhalte auf deiner Website oder den Aufbau von Backlinks kümmerst. Achtung Spoiler: Es ist keine gute Idee, mit der Suchmaschinenoptimierung aufzuhören, auch wenn du dank der SEO-Maßnahmen schon erfolgreich bist. 

Wir zeigen dir jetzt, wie es die einzelnen Bereiche von SEO – vom Content bis zu technischen Faktoren – beeinflusst, wenn du SEO stoppst.

Inhaltsübersicht:

Du hörst auf, neue Inhalte zu relevanten Suchbegriffen zu veröffentlichen

Bei der Suchmaschinenoptimierung dreht sich viel darum, die richtigen Suchbegriffe (Keywords) zu finden, die deine Kunden interessieren und zu denen du neue Inhalte und Seiten auf deiner Website veröffentlichst. Hörst du jetzt auf, nach neuen Themen zu suchen und erstellst keinen neuen Content mehr, passiert das:

  • Deine Seite wird zu keinen neuen Suchbegriffen über Suchmaschinen gefunden, nach denen aber viele deiner Kunden suchen. Nur, dass sie dann bei deiner Konkurrenz landen, weil diese passende Seiten mit neuen Inhalten zu den Themen erstellt hat.
  • Du erstellst also keine neuen Seiten mehr, auf die verlinkt werden kann. Es kommen deshalb auch keine neuen Backlink, also Links von externen Seiten, mehr dazu, die deine Seite pushen könnten.
  • Du hast keine Inhalte mehr, die du auf Facebook, Instagram und Co. teilen kannst. Damit verschenkst du Social Shares und Traffic.
  • Du verlierst die Kunden, die zum Beispiel für neue Inhalte regelmäßig deinen Blog besuchen.
  • Wenn du keine neuen Inhalte mehr veröffentlichst, zeigst du Google damit, dass deine Website nicht mehr so aktiv ist.

Du hörst auf, bestehende Seiten zu aktualisieren

Vielleicht hast du das auch schon bemerkt: Wenn du eine bestehende Seite deiner Website aktualisiert und zum Beispiel um neuen Content, Studien oder passende Verlinkungen zu weiterführenden Inhalten erweiterst, kann sich das Ranking verbessern und mehr Kunden kommen auf deine Seite. 

Du kannst zum Beispiel strukturierte Daten auf deiner Seite einbinden, um dem Google Bot dabei zu helfen, die Inhalte auf deiner Seite besser zu verstehen. Oder du fügst FAQs mit den wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema hinzu. Auch neue Links zu weiterführendem Content oder eine Erweiterung des Textes um neu erworbene Kenntnisse, Trends oder Informationen kann das Ranking verbessern. 


Aktualisierst du deine Seiten nicht, verschenkst du viel Potenzial und im Endeffekt Geld, denn deine alten Seiten werden nicht besser und attraktiver für Kunden. Diese schauen sich lieber aktuelle Insights zu dem Thema an – sehr wahrscheinlich bei einer deiner Konkurrenten.

Du baust keine neuen Seiten mehr auf

Je nach Suchintention musst du für verschiedene Suchbegriffe auch separate Seiten bzw. Landingpages erstellen. Es ist immer sinnvoll ein Thema möglichst umfassend abzudecken, aber eine gemeinsame Seite für die Themen “vegetarische Rezepte” und “die besten Steak-Rezepte” zu haben, ist selten sinnvoll. Du verstehst unseren Punkt 😉

Erstellst du also keine neuen SEO-Seiten zu relevanten Keywords mehr, wirst du zu diesem Thema in der Suchmaschine nicht ranken und Kunden werden nicht auf dich aufmerksam. Du überlässt quasi deinen Mitbewerbern das Feld, ohne überhaupt zu versuchen, dich zu einem wichtigen Thema auf dem Markt zu platzieren.

Du hörst auf, technische Probleme auf deiner Website zu beheben

Beim Thema SEO geht es nicht nur um die Erstellung neuer Inhalte, besonders auch die technischen Faktoren wie zum Beispiel die Ladezeit deiner Seite und die Indexierung spielen eine erhebliche Rolle, um bei den Kunden und letztendlich auch bei Google zu punkten. 

Folgende Probleme können auftauchen:

  • Du blockierst deine Website mit der Robots.txt
  • Die Ladezeiten (PageSpeed) der Seiten verschlechtern sich
  • Doppelte Inhalte werden nicht mehr beseitigt
  • Deine Website erzeugt Fehlerseiten, die von Google aus dem Index entfernt werden

Die meisten Websites haben irgendwelche technischen Fehler. Hörst du aber auf, daran zu arbeiten, summieren sie sich und alles funktioniert immer weniger gut. Es kann sogar passieren, dass dein Tech-Stack irgendwann so veraltet ist, dass keine Updates mehr gemacht werden können und du nicht mehr mit der Konkurrenz mithalten kannst.

Du hörst auf, schlechte Links zu entwerten

Backlinks sind die Empfehlungen des Internets und können deine Seite ordentlich pushen. Allerdings finden sich unter den Backlinks einer Seite oft schwarze Schafe zum Beispiel in Form von Spam Links. Und auch unnatürliche Links können dem Ranking schaden. Diese müssen entwertet werden. Das kannst du zum Beispiel über das Google Disavow Tool machen. Du solltest regelmäßig eine Disavow-Datei erstellen und die dort aufgeführten Link von Google entwerten lassen.

Diese Linkverteilung spricht für ein auffälliges Backlinkprofil:

  • viele Links aus Spam-Verzeichnissen
  • viele Links von Seiten mit geringer Autorität
  • viele Links von Seiten, ohne thematischen Bezug zur verlinkten Seite
  • unnatürliche hohe Anzahl an Links pro verlinkender Domain
  • viele Follow- aber kaum Nofollow-Links

Räumst du dein Backlinkprofil nicht regelmäßig auf, kann das deinem Ranking enorm schaden. Sorge also immer dafür, dass schlechte Links entwertet werden.Warum Backlinks wichtig sind, erfährst du in unserem separaten Beitrag.

Du überprüfst deine Seite nicht auf Duplicate Content

Dass Webseitentexte von anderen geklaut werden, kommt gar nicht so selten vor, wie du vielleicht denkst. Aber auch selbst verschuldeter Duplicate Content (also doppelte Inhalte) kann deinem Ranking schaden und sollte behoben werden. Solltest du deine Inhalte auf anderen Websites finden, kannst du zunächst darum bitten, dass sie gelöscht werden. Passiert das nicht, kannst du den Diebstahl melden. 

Beispiele für doppelte Inhalte:

  • URLs, die über Groß- und Kleinschreibung erreichbar sind (beispiel.com/test und besipiel.com/Test)
  • viele Produktdetailseiten zu einzelnen Größen und Farben
  • automatisch generierte Tag-Seiten
  • eigene URLs für Druckversionen
  • Websites, die über https://beispiel.com, http://beispiel.com, http://www.beispiel.com und https://www.beispiel.com erreichbar sind und nicht weitergeleitet werden

Hörst du jetzt auf SEO zu betreiben, fällt dir Duplicate Content wahrscheinlich nicht mehr auf und das kann zum Rankingabfall oder sogar zur Abstrafung durch Google führen. 

Fazit: Was passiert, wenn man mit SEO aufhört?

Es ist keine gute Idee mit SEO aufzuhören, denn deine Website bleibt nicht aktuell und kann nicht mehr mit der Konkurrenz mithalten. Du verschenkst viel Potenzial, denn du erstellst dann keine neuen Seiten zu relevanten Suchbegriffen mehr, über die viele Kunden auf dich aufmerksam werden können. Bestehende Seiten werden nicht aktualisiert und veralten, sodass die Inhalte für deine Nutzer nicht mehr relevant sind. 

Außerdem riskierst du Abstrafungen von Google, wenn du dich beispielsweise nicht mehr um Duplicate Content kümmerst oder schlechte Backlinks nicht mehr entwertest. 

Klar, SEO ist langwierig, zeitaufwändig und kostspielig, aber es bringt nachhaltige Erfolge und sorgt dafür, dass dein Business konkurrenzfähig bleibt und du von vielen Kunden gefunden wirst. Selbst wenn es also gerade gut läuft, du viel Traffic und Umsatz verzeichnen kannst, ist es nicht schlau, SEO-Maßnahmen zu stoppen. Denn der Erfolg wird nicht dauerhaft bestehen bleiben, wenn du die oben genannten Maßnahmen einfach nicht mehr umsetzt. 

Quelle aller GIFs: https://giphy.com/

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