Arbeiten neben dem Studium

10 Minuten Lesezeit

Auf Deinem Konto herrscht gähnende Leere und Du ernährst Dich die ganze Woche über von Nudeln mit Tomatensoße, möchtest aber nicht in einem von diesen klassischen Studentenjobs wie Kellnern oder Regale einräumen arbeiten? Dann schau Dich doch einfach nach einem Minijob oder einem Werkstudentenjob um, der zu Deinem Studium und Deinem angestrebten Berufswunsch passt. 

Der Vorteil: Du kannst neben dem Studium gleichzeitig Geld verdienen und wichtige Erfahrungen und Skills sammeln, die sich auch auf Deinem Lebenslauf super machen. Denn: Arbeitgeber verlangen von Berufseinsteigern oft bereits erste Erfahrungen in ihrem Berufsfeld und die Anforderungen an Studenten steigen.

Du hast Angst vor den ganzen Formalia rund um Sozialversicherung, Krankenversicherung und Co? Wir zeigen Dir in unserem Blogbeitrag, worauf Du bei Deinem Job neben dem Studium achten musst: Welche Verdienstgrenzen sind als Werkstudent und Minijobber einzuhalten? Wie sieht es mit der Sozial- und Krankenversicherung als Student aus? Und was musst Du noch beachten? Hol Dir jetzt bei uns die besten Tipps rund um das Arbeiten neben dem Studium.

Die wichtigsten Regelungen für Studierende auf einen Blick

Für Arbeiten neben dem Studium gilt, egal für welche Jobvariante Du Dich entscheidest, dass Du nur 20 Stunden in der Woche arbeiten darfst. Arbeitest Du mehr, verlierst Du Deinen Studentenstatus und profitierst nicht mehr von vergünstigten Beiträgen einer studentischen Versicherung. Bist Du noch unter 25, verfällt bei mehr als 20 Arbeitsstunden pro Woche außerdem der Anspruch auf Kindergeld weg und Du kannst nicht mehr über Deine Eltern familienversichert bleiben. 

Als arbeitender Student teilst Du Dir die Rentenversicherung zur Hälfte mit Deinem Arbeitgeber. Es gibt aber auch die Möglichkeit, sich von der Rentenversicherung befreien zu lassen. Ob sich das für Dich lohnt, kannst Du unter dem kostenlosen Service­telefon unter der Nummer 0800/100048070 erfragen.

Beziehst Du Bafög, gilt außerdem eine Einkommensgrenze von 5.400 Euro Brutto pro Bewil­ligungs­zeitraum (Achtung: der Bewilligungszeitraum entspricht nicht unbedingt einem Kalenderjahr). Verdienst Du mehr, sinkt die Förderung, weil Dein Gehalt dann mit dem Fördergeld verrechnet wird.

Der Minijob: alles, was Du als Student wissen musst

Verdienst Du als arbeitender Student maximal 450 Euro im Monat (Achtung: Dieser Wert gilt inklusive Urlaubs- und Weihnachtsgeld), wirst Du als sogenannter Minijobber eingestuft. Der Vorteil für Dich: es fallen keine Beiträge für die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung an und auch für die Rentenversicherung kannst Du einen Antrag auf Befreiung stellen. Den Antrag auf Befreiung der Minijob Zentrale haben wir Dir verlinkt.

Die 450-Euro-Grenze ist dabei aber nicht ganz so starr, denn Du darfst drei Monate pro Jahr auch mehr verdienen als 450 Euro, solange Du im Jahresdurchschnitt unter den 450 Euro bleibst. Es besteht dann eine jährliche Verdienstobergrenze von 5.400 Euro

Für unter 25-Jährige bieten Minijobs einen weiteren Vorteil, denn sie können weiterhin in der Familienversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben und brauchen keine eigenen Beiträge zahlen.

Auch Werkstudenten profitieren von Vergünstigungen

Verdienst Du in Deinem Studentenjob mehr als 450 Euro im Monat, ist es sinnvoll, Dich als Werkstudent einstellen zu lassen. Das funktioniert aber nur, wenn Du in der Vorlesungszeit maximal 20 Stunden pro Woche arbeitest, weil Du sonst den Studentenstatus verlierst. Die Anstellung als Werkstudent hat sowohl für den Arbeitgeber als auch für den Arbeitnehmer, also für Dich, einige Vorteile.

Das musst Du als Werkstudent beachten

  • Du teilst Dir mit Deinem Arbeitgeber je zur Hälfte die Beiträge für die Rentenversicherung. Natürlich sind das Abgaben, die Dein Gehalt etwas schmälern aber Du profitierst davon, denn die Einzahlung wirkt sich positiv auf Deine spätere Rente aus.
  • Du darfst zwar in der Vorlesungszeit nur 20 Stunden pro Woche arbeiten, aber in den Semesterferien gilt diese Regelung nicht. Das bedeutet also, dass Du in den Ferien auch mehr als 20 Stunden arbeiten darfst. Auf ein Jahr gerechnet darfst Du allerdings nicht mehr als 26 Wochen über die 20 Stunden kommen. Weitere Ausnahmen greifen auch für die Arbeit nachts oder am Wochenende, solange sie das Studium nicht behinder.
  • Liegen die Einkünfte oberhalb der steuerlichen Freibeträge, musst Du Einkommenssteuer zahlen. 
  • Liegt Dein Monatsgehalt unter 455 Euro (Stand 2020) und bist Du unter 25 Jahre alt, kannst Du in der Familienversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben und zahlst keine zusätzlichen Beiträge. Wenn Du über 25 bist und mehr als 455 Euro im Monat verdienst, kannst Du aber den vergünstigten Studententarif Deiner Krankenkasse nutzen und zahlst geringere Beiträge.

Diese beiden Arbeitsmodelle sind für Studenten in der Regel am günstigsten. Daneben hast Du zum Beispiel auch die Möglichkeit, als Midijobber zu arbeiten oder einen Ferienjob anzunehmen. Am attraktivsten ist aber in der Regel die Werkstudententätigkeit oder der Minijob. Im Vergleich zum Midijob hast Du nämlich keine Einkommensgrenze (es sei denn Du beziehst Bafög) und im Vergleich zum Ferienjob sammelst Du bei einer dauerhaften Beschäftigung viel mehr Erfahrungen und bekommst Prozesse und Projekte im Unternehmen über einen längeren Zeitraum mit.

Du möchtest noch mehr Tipps zum Arbeiten neben dem Studium? Dann zeigen wir Dir nachfolgend 3 wichtige Tipps rund um die Organisation und die Vorteile eines Nebenjobs während des Studiums.

Die 3 besten Tipps rund um das Arbeiten neben dem Studium

Du überlegst, ob Du einen Job während des Studiums annehmen sollst? Wir zeigen Dir, was wichtig ist und wie Arbeiten neben der Uni der erste Schritt zum Traumberuf sein kann.

1. Nutze den Nebenjob als Sprungbrett für den Karrierestart

Im Idealfall suchst Du Dir einen Job, der Dich interessiert und der zu Deinem Studium passt. So hast Du neben dem Plus auf dem Konto auch gleich Deine Karriere vorangetrieben. Viele Arbeitgeber wünschen sich von Bewerbern Berufserfahrung und dass sie die wichtigsten Skills für den Job bereits mitbringen. Hast Du immer nur als Kellner gearbeitet, weißt Du vielleicht, wie man mit Stress umgeht, hast aber keine wirkliche Erfahrung für den späteren Beruf gesammelt.

Suche also nach Stellen, die zu dem passen, was Du nach dem Studium beruflich machen möchtest. In einem Werkstudentenjob wird in der Regel viel weniger Vorerfahrung gefordert. Stattdessen lernst Du eine Menge und hast sogar die Möglichkeit, nach dem Studium übernommen zu werden. Stell Dir nur vor, Du brauchst am Ende Deines Studiums keine Bewerbungen mehr schreiben, weil Du schon einen Job in der Tasche hast. Klingt gut oder? Die Bewerbung für den Nebenjob musst Du allerdings trotzdem noch schreiben 😉

2. Plane Dein Studium sinnvoll, um Job und Vorlesungen zu rocken

Bevor Du einen Nebenjob annimmst, solltest Du sicherstellen, dass Dein Studium nicht darunter leidet, denn Geld und Berufserfahrung sind ein schlechter Tausch gegen einen miesen Bachelor- oder Masterabschluss. 

Plane am besten schon langfristig, welche Kurse/Module Du in welchem Semester schaffen möchtest. Lies Dir das Modulhandbuch Deines Studiengangs durch und checke auch, wann welche Prüfungen und Klausuren anstehen. So studierst Du nicht unnötig lang und kannst Dir außerdem Freistunden oder ganze freie Tage schaffen, an denen Du Zeit zum Arbeiten hast.

3. Suche nach Nebenjobs mit flexiblen Arbeitszeiten

Als Student ist es eher schwierig, mehrere Tage komplett für den Nebenjob freizuhalten. Deshalb solltest Du nach Stellen Ausschau halten, die mit flexiblen Arbeitszeiten punkten können. So kannst Du Dir die Arbeitszeit so legen, dass sie in Deinen Stundenplan passt und Du keine Seminare oder Vorlesungen verpasst. 

Außerdem kommen im Studium immer wieder unvorhersehbare Termine auf, zum Beispiel für eine gemeinsame Gruppenarbeit, ein Blockseminar oder den Seminarausflug. Kannst Du Dir Deine Arbeitszeiten selbst einteilen oder bist Du zumindest teilweise flexibel, kannst Du genau auf solche Fälle reagieren.

Verwirkliche Deine Ideen in einer jungen Online Marketing Agentur

Nach unseren Tipps und Informationen hast Du richtig Lust, Dich bei einem coolen und studentenfreundlichem Unternehmen zu bewerben? Dann solltest Du das Team von Optimerch unbedingt kennenlernen. Wir bieten Dir mehr als einfach nur einen Nebenjob während des Studiums. In unserer jungen Agentur erwartet Dich ein spannendes Aufgabenfeld rund um das Online Marketing und viel Eigenverantwortung.

Flexible Arbeitszeiten, nette Mitarbeiter und ganz viel kreativer Freiraum für Deine Ideen sind nur ein paar Benefits, die Dich bei Optimerch erwarten. Spaß an der Arbeit und eine positive Arbeitsatmosphäre sind uns genauso wichtig, wie die individuelle Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter. Bewirb Dich doch einfach auf eine unserer ausgeschriebenen Stellen oder schicke uns Deine Initiativbewerbung. Wir freuen uns darauf, Dich kennenzulernen!

Quelle aller GIFs: https://giphy.com/

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